Mehr als 140 Teilnehmer beim „Voll innovativen Camp“ der Korbacher Freilichtbühne

Begeisterung für Freilichttheater

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„Fechten wie die Musketiere oder in Fluch der Karibik“: Unter diesem Motto trainierten die Jugendlichen verschiedene Szenen für ihren Auftritt. Daneben erprobten sie die Kunst des Airbrush und die Technik der Feuerakrobatik.Fotos: Strube

Korbach - Ob zaubern, fechten, tanzen oder nähen: Einen ganzen Tag lang besuchten die Teilnehmer des „Voll innovativen Camps“ (ViCa) Workshops rund um das Thema Theater.

Noch bevor der erste Vorhang der Saison gelüftet wird und die Zuschauer ihre Plätze einnehmen, freuen sich die Mitglieder der Korbacher Freilichtbühne auf ein Glanzlicht der Saison: das „Voll innovative Camp“.

Jedes Jahr nehmen an der Veranstaltung Mitglieder von Freilichtbühnen aus rund 20 Städten in Deutschland teil - auf Einladung des Verbandes deutscher Freilichtbühnen. In diesem Jahr richtete das Team der Korbacher Freilichtbühne das Camp aus. „Das ViCa will jungen Leute die Möglichkeit bieten, in verschiedene Bereiche des Theaters hineinzuschnuppern, um die gelernten Techniken später auf der Bühne anzuwenden“, erklärt Werner Schwager, Regisseur der Korbacher Freilichtbühne.

Katharina Rauhut, ebenfalls Mitglied der Korbacher Freilichtbühne, hatte mit der Planung für das zweitägige Camp im Dezember angefangen. Sie freute sich, dass am Samstagmorgen 142 Freilichtbühnenmitglieder von 20 verschiedenen Bühnen den Weg nach Korbach gefunden hatten. Vor der ausgiebigen Party am Abend warteten zehn Workshops auf die jungen Frauen und Männer. So konnten sie unter anderem in der Nähstube im Spukhaus, unter Anweisung der Korbacher Kostümschneiderinnen Sissy Lange und Silvia Strube, ihre eigenen Taschen und Rucksäcke aus alten Jeanshosen nähen.

Karsten Seitz erklärte in den Probenräumen der Freilichtbühne den richtigen Umgang mit der Airbrush-Pistole. „Diese Technik kann man sehr gut für die Bühnengestaltung nutzen oder auch in der Maske für Bodypaintings“, schildert er.

In der Turnhalle der Westwallschule hatten die Bühnenmitglieder Spaß daran, Fechten und Schwertkampf kennenzulernen. Werner Schwager und Wolfgang Thormeyer, Leiter des Workshops, betonten: „Es ist toll, wenn die Schauspieler dem Publikum solche Szenen auf der Bühne präsentieren können, bei Stücken wie Zorro oder den Musketieren zum Beispiel.“

Direkt nebenan auf dem Schulhof brachte Sebastian Narhofer den motivierten Teilnehmern Feuerakrobatik näher. „Zum Üben benutzen wir mit Sand gefüllte Socken, so sind die ersten Tricks ganz schnell gelernt“, sagte Narhofer.

Henrike Bruns leitete einen Workshop in der Jugendherberge zum Thema Rollenfindung: „Alle Jugendlichen haben den gleichen Text bekommen und daraus entwickeln sie sich ihre persönlichen Charaktere und bauen ihre eigenen Stücke auf“, erklärte sie, „das ist alles eine Frage der Improvisation.“ Am Abend präsentierten die Gruppen den anderen Teilnehmern, was sie an diesem Tag geschafft hatten.

Das „Voll innovative Camp“ war bereits zum fünften Mal ein schönes Erlebnis für die Freilichtbühnenmitglieder. Werner Schwager betonte: „Es macht Spaß, wenn alle mit so viel Engagement und Freude dabei sind.“

Von Jennifer Strube

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