Torben Schott holt bei „Jugend musiziert“ ersten Preis

„Beim Spielen wird er eins mit dem Klavier“

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Ida Fesler und Tatjana Kouper (v.l.) unterstützen Torben Schott bei der Vorbereitung für den Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“.

Korbach - Der junge Klavierspieler Torben Schott errang beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Kassel einen „ersten Preis mit Weiterleitung“: Im März wird er am Landeswettbewerb teilnehmen.

Es gebe durchaus noch Dinge, die sie Torben Schott beibringen könne, erklärt Klavierlehrerin Tatjana Kouper. Aber der 15-jährige würde mit ihr darüber diskutieren, schließlich sei die Interpretation eines Stückes dem Künstler überlassen. Torben gehe sehr emotional an die Musik ran, erläutert sie: „Wenn er spielt, ist er ganz in der Musik, er und das Klavier bilden eine Einheit.“

Seit über zehn Jahren besucht der vielseitig interessierte und begabte Junge aus Goddelsheim die Musikschule in Korbach. Als er mit vier Jahren Geige lernen wollte, wollten die Verantwortlichen ihn zunächst in der musikalischen Früherziehung belassen. Nach einigen Diskussionen ließen sie ihn doch ans Streichinstrument - ein Jahr später nahm er an seinem ersten Wettbewerb teil.

Der Jugendliche hat in seiner Musikerlaufbahn schon viele Erfolge vorzuweisen: Zweimal wurde er beim Bundeswettbewerb Komposition zur Teilnahme an einem Workshop inmitten von Profimusikern in Weikersheim ausgewählt. In den vergangenen Jahren nahm er zweimal am Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ teil: 2010 holte er mit der Geige einen zweiten, 2011 am Klavier einen ersten Preis.

Der Solisten-Wettbewerb findet für die jeweiligen Instrumente alle drei Jahre statt, am Sonntag war in Kassel das Klavier an der Reihe. Mit dem dritten Satz von Beethovens Sturmsonate, Debussys „The Snow’s dancing“, Rachmaninovs Präludium in g-Moll und einer Eigenkomposition begeisterte er seine Zuhörer fast 20 Minuten lang und errang erneut einen ersten Platz mit Weiterleitung.

Das bedeutet, dass er vom 20. bis 23. März am Landeswettbewerb in Schlitz teilnehmen wird. Musiklehrerin Ida Fesler, die ihn schon von klein auf betreut und ihm bei der Auswahl des Siegerprogramms geholfen hat, ist sich sicher, dass er noch besser aufgestellt ist als 2011: „Er hat immer weiter geübt und seine Eigenkompositionen verbessert“. Unter den knapp 20 Konkurrenten in seiner Altersgruppe werde es trotzdem „richtig schwierig“, meint Rainer Horn, Leiter der Musikschule: Die Konkurrenz übe oft drei Stunden täglich. Torben bevorzugt kurze Einheiten. „Es gibt aber viele Sachen außer der Übung, die mitspielen“, erläutert Ida Fesler.

Indes steht der Jugendliche, der zwei Bücher geschrieben und sich für Videodreh und Journalismus interessiert, vor einer schwierigen Entscheidung: Auf ein Musikstudium müsste er sich früh festlegen. Die Idee, sich dem Klavier zu widmen, gefalle ihm aber. Seine Lehrer hoffen jedenfalls auf eine Entscheidung für die Musik.

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