Korbach: Am Karsamstag laden Musiker zur Karmette in Kilianskirche ein

Beitrag zum „Jahr der Kirchenmusik“

Korbach - Es sind ruhige, nachdenkliche Stunden, die auf den Karfreitag folgen. Und deswegen fällt auch der Beitrag der Korbacher zum „Jahr der Kirchenmusik“ eher leise aus. Am Samstag findet in der Kilianskirche eine Karmette statt.

Die „Evangelische Kirche in Deutschland“ rüstet sich für das große Lutherjahr 2017. Bis dahin steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. 2012 hat die EKD zum Jahr der Kirchenmusik ausgerufen - unter dem Motto „366 + 1 - Kirche klingt 2012“. Alle Landeskirchen sind aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.

„Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist in dieser Woche dran“, erklärt Stadtkantor Eberhard Jung. Und das bedeutet, dass seit Sonntag in den Gotteshäusern der Landeskirche außergewöhnliche Musikprogramme gespielt werden. Die sind, weil die Christen Mitten in der Karwoche stecken, meist nachdenklich und führen gedanklich auf Karfreitag und Ostern hin.

Motetten und Psalme

Der Korbacher Beitrag steht nun am Karsamstag auf dem Programm. „Mitten im Spannungsfeld zwischen Karfreitag und Ostern“, sagt Jung. Das Programm heißt „Tenebrae factae sunt - Und es kam Finsternis über die Erde“. Ein leises Programm, ohne großes Spektakel, sagt Jung. Aber mit ruhiger und nachdenklicher Musik.

Während der Karmette, eigentlich ein römisches Nachtgebet am Karsamstag, werden Motetten für Männerstimmen vorgetragen - von Felice Anerio, Giovanni Pierluigi da Palestrina und David Perez. Immer wieder kehrend ist das Tageslied „O Traurigkeit, o Herzeleid“. „Außerdem werden Psalme vorgetragen, mal singend und mal gesprochen“, sagt Jung. Dabei wollen die Sänger den ganzen Kirchenraum nutzen.

Für die Vorbereitung der Veranstaltung haben Musiker der Landeskirche und der Kirchengemeinde zusammen gearbeitet. Der Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum übernimmt sowohl den Gesang als auch Melodien auf der Orgel. Eberhard Jung, Georg Lungwitz und Thomas Schwill haben ebenfalls Gesangsstimmen übernommen. Für Percussion-Klänge sorgt Olaf Pyras. Für den liturgischen Teil zeichnet Pfarrer Markus Heßler verantwortlich.

Das Konzert beginnt am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Kilianskirche. Der Eintritt ist frei. Bereits am Gründonnerstag findet in Bad Wildungen, in der gleichen Reihe, um 19.30 Uhr ein Abendmahlsgottesdienst mit Meditationen und Improvisationen über alte und neue Passionslider statt. (resa)

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