Korbach

IG Bergbau gründet Ortsgruppe

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- Korbach (ahi). Edersee-Waldeck-Korbach heißt die neugegründete Ortsgruppe der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.

Im September hatte Hans Schweinsberg in der Korbacher Stadthalle die Gründung der größten IG BCE Ortsgruppe in Hessen-Thüringen angekündigt, am vergangenen Samstag (12.11.) wurde sie an Ort und Stelle Realität. Und passend zum Anlass pusteten die Gewerkschafter auf dem Hauerparkplatz gleich einen ganz großen Ballon zum Geburtstag der Ortsgruppe Edersee-Waldeck-Korbach auf. „Die Namensfindung war die schwierigste Aufgabe“, erklärt Richard Köhler nach dem erfolgreichen Abschluss der Gründungsgespräche. Der Obernburger wurde zum ersten Vorsitzenden des 19-köpfigen Vorstands gewählt, dem auch die Initiatoren Michael Till und Jörg Schönfelder angehören. Die beiden Vertrauensleute von der Firma Continental hatten einen Antrag auf den Weg gebracht, für die Einzugsgebiete Korbach, Vöhl, Twistetal, Lichtenfels, Willingen und Waldeck eine Ortsgruppe zu gründen.

Für die Zugehörigkeit ist der Wohnort, nicht der Arbeitsplatz maßgeblich, von daher sind auch Mitarbeiter von Hewi, Almo, K+S oder Illbruck, die z. B. in Twiste wohnen, Mitglied in der neuen Ortsgruppe, die mit 2500 Gewerkschaftern die aktuell drittgrößte in Deutschland ist – lediglich Gelsenkirchen und Dortmund haben mehr Mitglieder. Der Blick auf die ehemaligen Bergbauzentren und ihre Historie macht deutlich, warum es in Korbach bislang keine Ortsgruppe gab, wohl aber am Diemelsee. Denn die Bergleute waren immer schon in Ortsgruppen organisiert, nicht aber die Angehörigen der IG Papier, Chemie, Keramik, zu der bis zur Fusion 1997 auch die Mitarbeiter der Continental gehörten. Zu Zeiten des Zusammenschlusses war Richard Köhler Mitglied des Hauptvorstandes in der IG PCK und blieb bis 2004 im Hauptvorstand der Nachfolgegewerkschaft IG BCE.

Gestaltete sich die Namensfindung auch schwieriger als angenommen, so herrschte bei den Zielen absolute Einmütigkeit: An erster Stelle steht die bessere Betreuung der Mitglieder auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben. In der Ortsgruppe sollen in Zukunft die Anregungen und Vorschläge der Mitglieder besser aufgenommen werden, das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen bei Problemen steht ebenfalls ganz oben auf der Agenda wie auch die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls durch gemeinsame Aktivitäten, die von der Ortsgruppe organisiert werden. Erste Aktion ist eine Fahrt zum Neujahrstreffen der IG BCE ins thüringische Schenklengsfeld am 21. Januar, am 1. Januar nimmt die neue Ortsgruppe ihre Arbeit offiziell auf.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 15. November

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