Geschenk für 5000. Besucher · Wer stellt Ausstellungsstücke zur Verfügung?

Bergwerk noch attraktiver gestalten

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Startklar zur Besichtigung: Unser Bild zeigt das Bergwerksführer-Team gemeinsam mit einer Gästegruppe, darunter Familie Birkle aus Freiburg, die als 5000. Besucher in diesem Jahr begrüßt wurden.

Willingen - Schiefer prägt das Willinger Ortsbild. Wie ist er entstanden? Wie wurde er abgebaut? Die Bergwerksführer vermitteln den Gästen bei einem Ausflug in die „Unterwelt“ umfassendes Wissen über das Gestein.

1864 wurde in der Schiefergrube Christine mit dem Abbau des Schiefers begonnen, der vor etwa 350 Millionen Jahren entstanden ist. Der Betrieb lief - mit kriegsbedingten Unterbrechungen - bis 1971. Dann lohnte sich die Sache nicht mehr, da beispielsweise spanischer Schiefer, der im Tagebau gewonnen wird, sehr viel preisgünstiger zu bekommen war. Die Grube an der Schwalefelder Straße wurde für Besichtigungen freigegeben.

Hermann Figge trägt als ehemaliger Bergmann die Verantwortung für das Besucherbergwerk. Marion Figge ist für die Organisation zuständig. Die Bergwerksführer Karl-Wilhelm Schweinsberg und Jürgen Krause bringen Gästen aus nah und fern beim Rundgang durch das beleuchtete Stollensystem die Geschichte des Schieferbaus nahe.

„Das Besucherbergwerk wird insbesondere als Schlechtwetterangebot geschätzt“, so Schweinsberg. Es ist interessant für alle Altersgruppen. Als 5000. Besucher dieses Jahres begrüßte er Familie Birkle aus Freiburg im Breisgau, die er mit einem „Christinenstollen“ und einem Gutschein der Uplandgemeinde überraschte.

Die ehemalige Schiefergrube dient nicht nur als Besucherbergwerk. Hier treffen sich auch regelmäßig Höhlentaucher, die die tiefer gelegenen gefluteten Sohlen erkunden. Die Firma „Aktivital“ bietet in einem der größeren Abbauräume Exklusiv-Entspannung an. Darüber hinaus lässt Wolfgang von der Heide im Stollen, der eine konstante Temperatur von acht Grad und über 80 Prozent Luftfeuchtigkeit aufweist, seinen „Christinenstollen“ reifen.

Nachdem die Gemeinde vor einigen Jahren den Eingangsbereich erneuert und öffentliche Toiletten geschaffen hat, hofft das Bergwerksführer-Team nun auf weitere Verbesserungen. Die Mitarbeiter möchten beim Rundgang gern die früheren Arbeitsabläufe lebendiger demonstrieren können. „Es könnten beispielsweise einige Figuren mit Gerätschaften aufgestellt werden“, so Karl-Wilhelm Schweinsberg. Er und seine Kollegen würden auch gern eine Ausstellung zusammenstellen. Wer Dinge besitzt, die einen Bezug zum Schieferabbau haben, und sie eventuell bereitstellen würde, wird gebeten, sich zu melden (Telefon 05632/69673). Zudem möchten die Bergwerksführer gern im Ausgangsbereich die Weiterverarbeitung des Schiefers aufzeigen. „Vielleicht ist es möglich, hier ein Musterdach aufzubauen.“

Führungen durch die Schiefergrube finden im Winterhalbjahr mittwochs bis sonntags um 10 Uhr und um 11 Uhr statt, darüber hinaus für Gruppen auch nach Vereinbarung (Telefon 05632/6298).

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