„Charity Run“-Erlös von 1600 Euro an Kinderkrebshilfe übergeben

„Berührungsängste zu Bikern schwinden“

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1600 Euro sind beim von Frans van‘t Heck (l.) organisierten „Charity Run“ für die Kinderkrebshilfe zusammengekommen – darüber freuen sich auch Alexandra Mohr und Thomas Berg.

Lichtenfels-Goddelsheim - Hell‘s Angel Frans van‘t Heck übergab den Erlös der Wohltätigkeitsausfahrt 70 meist clubloser Biker an Vertreter der Kinderkrebshilfe.

„Es freut mich, dass die Berührungsängste zwischen Bikern zurückgehen“, erklärte Frans van‘t Heck, Organisator des „Charity Runs“ von 70 Motorradfahrern Ende Mai. Die meisten Teilnehmer seien „ganz normale Bürger“ gewesen, dazu kamen Mitglieder diverser Motorradclubs, darunter der Hell‘s Angels aus Amsterdam, denen auch Frans van‘t Heck angehört. Die ansprochene Zurückhaltung im Umgang mit den Hell‘s Angels herrscht nicht erst, seit einige Ortsvereine wegen krimineller Machenschaften verboten wurden.

Schon bevor Frans van‘t Heck zu ihnen stieß, war er als Mitgründer einer Stiftung in den Niederlanden wohltätig aktiv. Abgesehen von „schwarzen Schafen“ passe der Club sehr gut dazu: „So viel Gradlinigkeit und Hilfsbereitschaft wie unter uns habe ich in der Gesellschaft nie gefunden“, sagte er.

Frans van‘t Hecks „Brüder“ fuhren ohne Kutte oder Clubabzeichen, freie Biker prägten das Bild: „Jeder der Bock hatte sollte kommen, ganz gleich ob er einem Club angehört oder welche Marke er fährt“, erläuterte Frans van‘t Heck. Er sei froh, dass anders als bei der Erstauflage im Vorjahr viele Teilnehmer nach der Ausfahrt miteinander feierten und diskutierten.

Nicht nur zwischen Bikern wird die Stimmung gelassener, die Akzeptanz der Veranstaltung wächst auch anderswo: Nachdem sich im Vorjahr lange kein Abnehmer für die Spende fand, hatte Frans van‘t Heck dieses Mal mehrere zur Auswahl. Spendenziel wurde letztlich die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg. Jeder Teilnehmer gab zehn Euro ab, hinzu kamen Einnahmen aus Frans van‘t Hecks Kneipe und separate Spenden. Nach Abzug der Unkosten von 400 Euro bleiben 1600 Euro übrig, die der Biker Mittwoch an Thomas Berg übergab.

„Ich find es gut, wie viel Positives hier zu sehen ist“, befand der Vorsitzende der Kinderkrebshilfe. Für den Vater zweiter Biker war die Zusammenarbeit kein Problem. Der Verwendungszweck eines kleinen Teils des Geldes steht schon fest: An Familientagen soll es für Kutschfahrten verwandt werden.

Den nächsten Ausflug für die Motorradfahrer plant Frans van‘t Heck derweil auch schon: 2015 will er ein ganzes Biker-Wochenende auf die Beine stellen, an dem die Teilnehmer zum Kennenlernen mehr Ruhe und Zeit haben. Bis dahin seien aber noch viele Vorbereitungen und Absprachen zu treffen. (wf)

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