Am Telefon nicht unter Druck setzen lassen

Polizei warnt: Betrüger wollen in Corona-Krise an Geld gelangen

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Die Polizei warnt vor Betrügern am Telefon.

Die Polizei warnt vor Betrügern, die die Corona-Krise nutzen, um an Geld zu gelangen. 

Einen aktuellen Fall gibt es im Landkreis Waldeck-Frankenberg: Ein Mann meldete sich am Mittwochnachmittag am Telefon und gab sich als Arzt aus. Der Mann erklärte der angerufenen alten Frau, dass sich ihr Sohn im Krankenhaus befände und er so schwer an dem Corona-Virus erkrankt sei, dass er dringend in eine Berliner Klinik verlegt werden müsse, da die medizinischen Kapazitäten des hiesigen Krankenhauses aufgrund der lebensgefährlichen Fortschreitung des Krankheitsbildes begrenzt seien.

Die sofortige Verlegung und somit lebensrettende Maßnahmen seien nur möglich bei einer umgehend zu verabreichenden Medikation, die sehr teuer sei. Darüber hinaus müsse die Verlegung nach Berlin mit einem Hubschrauber erfolgen. An Angaben des vermeintlichen Arztes würden sich die Gesamtkosten auf 65 000 Euro belaufen. Laut Polizei wurde die Frau im weiteren Verlauf des Gespräches auch nach anderen Barschaften befragt und wie schnell sie den entsprechenden Geldbetrag zur Verfügung stellen könnte. Außerdem betonte der Anrufer immer wieder, dass die Angelegenheit geheim bleiben müsse und sie auch keinen anderen Arzt hinzuziehen solle.

Bei Betrugsverdacht Anzeige bei der Polizei stellen

Die 80-jährige Frau nahm nach eigenen Angaben den Anruf sehr ernst, da der Anrufer den Vornamen ihres Sohnes nannte. Als sie ihm erklärte, dass sie nicht über so große Vermögenswerte verfüge, wurde ihr vom Anrufer ein Corona-Schnelltest angeboten, der von einem speziellen Rettungsdienst noch am selben Nachmittag an ihrer Wohnanschrift durchgeführt werden sollte. Spätestens jetzt wurde der 80-Jährigen klar, dass es sich um eine Betrugsmasche handelte. Sie beendete das Gespräch und rief sofort ihren Sohn an, der sich bei bester Gesundheit befand. Anschließend verständigte sie die Polizei und erstattete Anzeige.

Die Polizei gibt folgende Präventionstipps:

. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie auf, sobald Sie am Telefon mit Geldforderungen konfrontiert werden.

. Geben Sie am Telefon keine privaten Daten und Informationen über finanzielle Verhältnisse weiter.

. Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich nicht selbst mit Namen vorstellen. Wenn Sie unsicher sind, legen Sie auf und wählen Sie die Notrufnummer 110.

Nähere Informationen zu Straftaten im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie und wie man sich davor schützen kann, gibt es im Internet auf der Homepage polizei-beratung.de (red)

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