Amtsgericht verurteilt Hundezüchter

Bewährungsstrafe wegen Tierquälerei

Korbach - Zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilte das Korbacher Amtsgericht einen Hundezüchter am vergangenen Montag.

Der Amtstierarzt hatte den Mann aus Waldeck-Frankenberg bereits im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass die Zustände für die Hunde nicht tragbar seien. Auch Katzen würden von dem Züchter nicht gut behandelt. Der Mann hatte Gelegenheit bekommen, die Missstände zu beseitigen: Dreckige Käfige und Futterstellen für die Hunde und unterernährte Katzen waren dem Veterinär aufgefallen. Beim nächsten Besuch des Arztes aber hatten sich die Umstände nicht gebessert. Bereits im September musste sich der Züchter wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Der Ton war bereits damals rau, der Angeklagte hatte sich uneinsichtig gezeigt.

Am Montag fällte Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling nun das Urteil: Der Angeklagte wurde wegen „länger anhaltender Tierquälerei“ in elf Fällen und in zwei Fällen wegen Tierquälerei als Tierhalter verurteilt. Die sechsmonatige Strafe wurde für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Dazu kommt eine Geldbuße von 500 Euro. 1000 Euro muss der Verurteilte an den Tierschutzverein „Golden Retriever in Not“ bezahlen. Und dem Züchter wird untersagt, in den nächsten drei Jahren Tiere zu halten.

Auch am zweiten Verhandlungstag zeigte sich der Angeklagte uneinsichtig. Nach dem Urteil kündigte er an, Rechtsmittel einzulegen. (resa)

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