Optimales Konzept entwickeln

Bezirkskantoren bereiten Kirchenmusik für Zeit ohne Beschränkungen vor

Das Kantorenteam des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg: Jan Knobbe (links), Ingrid Kammerer und Stefan Kammerer berichten über die Einschränkungen der Kirchenmusik und über die Zukunftspläne. 
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Das Kantorenteam des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg: Jan Knobbe (links), Ingrid Kammerer und Stefan Kammerer berichten über die Einschränkungen der Kirchenmusik und über die Zukunftspläne. 

Kirchenmusik verbindet – dementsprechend groß ist der Wunsch, dass schon bald ein gemeinsames Musizieren wieder möglich ist.

An einem sinnvollen Konzept arbeiten deshalb die drei Bezirkskantoren Ingrid und Stefan Kammerer (Korbach) und Jan Knobbe (Bad Arolsen). „Wir versuchen auch weiterhin, mit den Musikerinnen und Musikern in Kontakt zu bleiben und halten sie immer auf dem aktuellen Stand“, berichtet Knobbe. Eine überstürzte Wiederaufnahme des Chorbetriebs solle jedoch vermieden werden. „Wir möchten gerade die älteren Menschen schützen“, betont Ingrid Kammerer, „deshalb ist es wichtig, dass wir einen optimalen Plan ausarbeiten.“

Einige Unterrichtseinheiten konnten bereits wieder aufgenommen werden. Während ein Jugend-Bläserchor per Videokonferenz übt, ist der Orgel-Unterricht bereits wieder ohne virtuelle Schalte möglich. „Mit genügend Abstand und einem eigenen Instrument für den Lehrer, sind wir nun angewiesen, viel genauer zu erklären“, sagt Knobbe, „das bringt auch mich weiter.“

Das Singen im Chor sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht realisierbar. Ingrid Kammerer erklärt: „Online funktioniert ein gemeinsames Üben einfach nicht.“ Stefan Kammerer ergänzt: „Durch die besondere Atemtechnik beim Singen ist es notwendig, dass ein Mindestabstand eingehalten wird. Daher ist es in den üblichen Gruppen zurzeit undenkbar.“ Ein mögliches Konzept sei deshalb, dass die Chöre in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. „Das bietet ganz neue Möglichkeiten. Die Musiker könnten stärker darin werden, auch alleine zu singen“, betont er.

Die geringe Anzahl an Proben könnte jedoch dazu führen, dass auch weitere Chorkonzerte in diesem Jahr ausfallen müssen. „Selbst wenn wir ab Herbst wieder musizieren dürfen und für November ein Konzert geplant ist, könnte es sein, dass wir dieses absagen müssen, da wir keine Möglichkeit der Vorbereitung haben.“

Gottesdienste ohne gemeinsames Singen

Die Abstandsvorgabe ist auch der Grund, warum ein gemeinsames Singen zum Gottesdienststart am Sonntag zunächst untersagt bleibt. Doch ganz auf Musik möchten die Kirchengemeinden nicht verzichten. Sowohl in Korbach als auch in Bad Arolsen werden je zwei Sänger für die Gemeinde singen, natürlich mit genug Abstand.

Darüber hinaus gibt Jan Knobbe bekannt: „Auch an unseren Sommerkonzerten wollen wir festhalten.“ Lange im Voraus habe man hauptberufliche Musiker gebucht, die auf das Honorar angewiesen sind. „Wir möchten sie in dieser schweren Zeit unterstützen und planen mit einem neuen Konzept“, fügt er hinzu.

Um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, bieten die Kirchengemeinden Korbach und Bad Arolsen Informationen auf den jeweiligen Internetseiten unter evkirchekorbach.de und unter ev-kirche-bad-arolsen.de.

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