Willingen

Bisher nur Lob für den neuen Bahnhof

- Willingen (bk). Willingen hat ein neues „Eingangstor“: Am Donnerstag wurde der moderne und attraktive Bahnhof seiner Bestimmung übergeben.

„Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“, weiß der Volksmund. Sollte der neue Willinger Bahnhof die Ausnahme sein, die die Regel bestätigt? „Er ist bisher nur gelobt worden“, berichtete Bürgermeister Thomas Trachte bei der Einweihungsfeier. Er wertete die breite Zustimmung als Anerkennung des architektonischen Konzepts und der Kreativität, die dahinter steht. Der Verwaltungschef erinnerte an die lange Vorgeschichte des Projekts; insbesondere war es schwierig, bei den Bemühungen um den Grunderwerb mit der Bahn zusammenzukommen. Als schließlich eine verhandlungsfähige Basis gefunden war, begann der Kampf um die Fördermittel. „Das Vorhaben war zunächst weit hinten eingestuft“, so das Gemeindeoberhaupt. Erst nach einem Besuch des damaligen Wirtschaftsministers Dr. Alois Rhiel im April 2008 kam Bewegung in die Sache – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass Willingen bis zum Deutschen Wandertag einen vernünftigen Bahnhof haben sollte. Das moderne Gebäude zeichnet sich durch sein gepflegtes Ambiente aus. Es spiegelt die Bemühungen der Gemeinde um Qualitätstourismus wider. Es bietet den Fahrgästen Aufenthaltsmöglichkeiten und öffentliche Toiletten. Außerdem fanden im Bahnhofsbereich zwei Taxi-Unternehmen eine adäquate Unterkunft. Ein Kiosk mit Imbiss sorgt für zusätzlich Attraktivität. Trachte dankte den Kommunalpolitikern für schnelle und zukunftsweisende Entscheidungen, dem Architekturbüro Kleine und Potthoff (Korbach) für Planung und gute Betreuung, den Behörden für die Unterstützung und den am Bau beteiligten Unternehmen für vorbildliche Arbeit. Kreisbeigeordneter Otto Wilke gratulierte der Uplandgemeinde zu dem neuen Aushängeschild. „Es bietet weit mehr als die Möglichkeit zum Ein- und Aussteigen.“ Er wertete den Willinger Bahnhof auch als Bekenntnis zu den Verkehrsangeboten, um deren weiteren Ausbau sich der Kreis Waldeck-Frankenberg bemüht. „In Willingen hat sich wieder was bewegt.“Architekt Karl-Heinz Kleine, dessen Sohn Uno für das Projekt verantwortlich zeichnete, machte deutlich, dass die Gesamtanlage in ihrem Erscheinungsbild dem Anspruch Willingens als einem der führenden Fremdenverkehrsorte Deutschlands gerecht wird. Für die beiden Unternehmen Taxi-Aktiv und Taxi-Wechsel sprach Burkhard Michel. Die Feier klang mit einem gemütlichen Umtrunk aus.

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