Korbach

Aus für Bistro, Corvita zieht um

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- Korbach (lb). Das Corvita steht vor großen Veränderungen: Das von der Beschäftigungsgesellschaft betriebene Bistro ist seit Mitwoch geschlossen, der Lebenshilfe-Regionalwarenladen zieht im kommenden Jahr um.

Die Entscheidung ist am Dienstag gefallen: „Das Projekt Corvita wird weitergeführt. Für zunächst fünf Jahre und an einem anderen Standort“, erklärt Frank Strotmann, stellvertretender Vorstand des Lebenshilfewerks Waldeck-Frankenberg. Zum 31. März 2012 läuft nach zehn Jahren der Mietvertrag für den Laden am Obermarkt aus, spätestens am 1. April will die Lebenshilfe neu eröffnen – voraussichtlich in der Professor-Kümmell-Straße in den bisherigen Kik-Geschäftsräumen. „Wir sind aber noch in Verhandlung, es sind noch keine Verträge unterschrieben“, sagt Strotmann.

Für die aktuell 15 Mitarbeiter des Kleeblatt-Regionalwarenladens eine gute Nachricht: Sie behalten ihre Arbeitsplätze. Anders sieht es für die Angestellten des von der mittlerweile insolventen Beschäftigungsgesellschaft (BWF) betriebenen Bistros aus: Es hatte gestern zum letzten Mal geöffnet. Das bestätigte BWF-Geschäftsführer Volker Heß der WLZ-FZ auf Nachfrage. Ein Bistro soll es aber auch im neuen Corvita am neuen Standort wieder geben.

„Wir werden es selbst betreiben und durchgängig regionale und Bio-Zutaten verwenden, also die Produkte, die es auch im Laden zu kaufen gibt“, sagt Frank Strotmann. Beliefert werden soll es aus der Lebenshilfe-Küche. Angeboten wird Frühstück, Mittagstisch und Kaffee und Kuchen. Sechs bis zehn Arbeitsplätze, zum Teil für Menschen mit Behinderung, könnten laut Strotmann so zusätzlich entstehen.

Das bisherige Sortiment solle weitestgehend erhalten bleiben. Mit im Boot bleibe auch die Eine-Welt-Initiative mit ihrem fair gehandelten Angebot. „Wir wollen außerdem regionalen Erzeugern die Möglichkeit geben, sich vorzustellen, etwa mit Verköstigungsaktionen“, erklärt der Lebenshilfe-Vorstand. Der Laden im Corvita ist ein Integrationsprojekt der Lebenshilfe. Es hat zum Ziel, schwerbehinderte und sozial benachteiligte Menschen wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Ein Schwerpunkt des Sortiments sind ökologische Lebensmittel aus der Region.

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