Firma Bauch in Marienhagen erweitert ihre Produktion um Presse und Tafelschere

Wie aus Blechplatten Kisten werden

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Neue Maschinen und neue Möglichkeiten: Mitarbeiter Benjamin Engel und technischer Leiter Christoph Bauch stellen die neue Gesenkbiegepresse vor.

Vöhl-Marienhagen - Schnöde Blechplatten verwandelt sie in Treppenstufen, Kisten und Schaltschränke: Die neue Gesenkbiegepresse macht das Unternehmen Bauch in Marienhagen unabhängiger von Zulieferern und erschließt völlig neue Kundenkreise.

Wenn Christoph Bauch früher Bestellungen für Maschinen entgegennahm, dann war er an vielen Stellen auf Zulieferer angewiesen. Auch die Metallkästen, in denen etwa Schaltanlagen untergebracht werden, mussten geliefert werden. Das ist nun anders: Denn in der Produktionshalle bei den Bauchs steht seit diesem Jahr auch eine Gesenkbiegepresse.

Blechplatten bis zu einem Zentimeter Dicke werden hier mit einer Presskraft von 220 Tonnen gebogen - bis zu einem Winkel von 30 Grad. Die speziell für die Maschine geschulten Mitarbeiter programmieren die Daten und den Rest erledigt die Maschine. „Durch diese Maschine sind wir unabhängiger von Zulieferern“, erklärt Christoph Bauch. Und das bedeutet, dass das Unternehmen aus Marienhagen seine Maschinen auch schneller liefern kann.

„Außerdem sind so auch neue Kunden auf uns aufmerksam geworden“, erklärt der technische Leiter des Familienunternehmens. Zu einer Präsentation hatte die Familie im Juni Firmenvertreter aus ganz Deutschland eingeladen, um die neuen Möglichkeiten vorzustellen.

In Zuge dieses Präsentationstermins hatte auch Georg Maier von der Spinnweberei Uhingen die neue Schrägwebe-Maschine vorgestellt, die beide Unternehmen gemeinsam entwickelt hatten (wir berichteten).

Aber auch die Gesenkbiegepresse sorgte für Aufmerksamkeit. So waren auch Vertreter heimischer Firmen wie Continental zum Treffen gekommen. Für sie hatte die Firma Bauch bereits Transportkisten für Reifen entwickelt und gefertigt.

Ergänzt wird die Arbeit der Presse von einer zweiten Anschaffung: Die Tafelblechschere schneidet mit wenig Aufwand Blech. „Früher war dafür ein Winkelschleifer nötig“, erklärt Bauch, „die Arbeit nahm viel Vorbereitungszeit in Anspruch.“ Die Auftragslage sei gut, sagt Christoph Bauch. Und deswegen will sich das Unternehmen mit Chefin Annegret Bauch an der Spitze technisch noch weiterentwickeln. „Wir planen die Herstellung einer Zuschnittmaschine“, erklärt Bauch. Weil es die noch nicht gibt, will er sich selbst an die Entwicklung machen. „Die neue Maschine soll Blech nicht nur schneiden, sondern auch gleich bohren“, sagt der Experte. Sie würde das Trio in der Produktionshalle komplett machen.

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