Korbach: Rund 350 Teilnehmer bei Solidaritätskundgebung für Familie Celic

„Bleiberecht – das wäre gerecht“ - Video

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Korbach - Worte können treffen – geradewegs ins Herz. Bei der Solidaritätskundgebung für Familie Celic folgten Redner dem Bibelspruch „Tue auf den Mund für die Stummen“ und das, was sie sagten, traf und bewegte tief.

„Frau Celic und ihre Kinder können den Mund nicht aufmachen, weil sie ins Kosovo abgeschoben wurden. Deshalb sprechen wir heute für sie“, fasste Dekanin Eva Brinke-Kriebel am Mittwochnachmittag den Grund für das Zusammentreffen in der Korbacher Fußgängerzone zusammen: Rund 350 Menschen waren gekommen zur Solidaritätskundgebung für Familie Celic, die bei einer Abschiebeaktion durch die Polizei jäh voneinander getrennt worden war.

Nachdem die Heimatzeitung über die Umstände der Abschiebung und über Familie Celic berichtet hatte, wurden viele bestürzte Stimmen laut. Zahlreiche Leserbriefe und Stellungnahmen wurden veröffentlicht, Gespräche, Unterschriftenaktion und Eil-Petition folgten – immer mit dem Ziel, dass der 30-jährige Familienvater Baskim Celic aus der Abschiebehaft entlassen wird und seine Frau und seine beiden Kinder wieder nach Korbach zurückkommen können.

Denjenigen, die sich für die Familie eingesetzt haben, „auf vielen, auch politischen Ebenen, vor und hinter den Kulissen“, dankte die Dekanin in ihrer Ansprache. Baskim Celic, der am Tag zuvor überraschend aus der Abschiebehaft entlassen worden war und die Kundgebung verfolgte, hieß sie „herzlich willkommen“. „Einst waren viele Deutsche selbst auf Schutz angewiesen, dadurch ist in Deutschland eine besondere Verantwortung gewachsen für Menschen, die bedroht sind“, erinnerte Brinke-Kriebel.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 23. Februar.

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