Korbach

Blick auf Bürgermeisterwahl

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- Korbach (jk). SPD und Grüne üben nicht nur im Parlament den Schulterschluss: Für 2012 wollen sie einen gemeinsamen Kandidaten in die Bürgermeister-Direktwahl schicken.

Die Kommunalwahl ist noch nicht verklungen, da richtet sich der politische Blick in der Kreisstadt auf die nächste Wahl: Im Herbst 2012 geht es wieder um den Chefsessel im Rathaus, denn die zweite Amtszeit von Bürgermeister Klaus Friedrich läuft Ende Januar 2013 aus. Friedrich wurde bei seinen vorangegangenen beiden Direktwahlen von FWG, CDU und FDP unterstützt.

SPD und Grüne planen für den nächsten Wahlgang einen gemeinsamen Gegenkandidaten aufzubauen. „Die Fraktionen werden im Jahr 2012 einen gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Korbach benennen und unterstützen“, heißt es im letzten Satz einer rot-grünen Vereinbarung. Ausgearbeitet haben die Fraktionen darin zunächst Eckpunkte für eine künftige Zusammenarbeit in der Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktionschefs Martin Dörflinger (SPD) und Daniel May (Grüne) unterzeichneten das Papier am Donnerstagabend bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtparlaments.

Eine formelle „Koalition“ gehen SPD (13 Sitze) und Grüne (6 Sitze) in Korbach nicht ein. Strategisch peilen sie aber mit ihren 19 Mandaten eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung (37 Sitze) an. Die Bildung „starrer Blöcke“ im Parlament soll derweil vermieden werden, betonten May und Dörflinger unisono. Das lässt beiden Parteien Spielraum für Initiativen mit anderen Fraktionen – aber im Zweifel auch für eigene Wege in politischen Einzelpunkten.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 16. April.

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