Gekonnte Pilz-Fotos von Marco Gebert im Nationalpark-Zentrum

Blick für das Schöne haben

+

Vöhl-Herzhausen - Wenn Marco Gebert durch den Wald spaziert und ein gelbes Blinken unter dem Moos entdeckt, dann macht er Halt und sieht genauer hin.

Viele Pilze hat er auf diese Art schon gefunden: Tannenstachelbart, den Violetten Knorpelschichtpilz oder den Orange­becherling. Der 41-Jährige pflückt die Pilze aber nicht, dafür sind sie ihm viel zu wertvoll. Er fotografiert sie. Und das Ergebnis können sich Kunst- und Pilzfreunde ab sofort im Nationalpark-Zentrum ansehen. Dort hat Marco Gebert aus Naumburg gestern seine erste Ausstellung eröffnet. 26 Fotos von seltenen und gängigeren Pilzen zeigt er dort bis Ende September. „Die sind technisch hervorragend aufgenommen“, freute sich Nationalparkleiter Manfred Bauer, „ohne künstlich auszusehen“. Die Brücke zum Nationalpark ist schnell geschlagen. Weil das Pflücken im Park verboten sei, könne dort die Artenvielfalt in allen Stadien und in ganzer Schönheit bewundert werden, sagte Bauer.Und die hat Marco Gebert früh entdeckt. „Schon als Kind war ich sehr fasziniert von Pilzen“, erzählte er. Später habe er sich ihnen dann auf wissenschaftlicher und noch später auf künstlerischer Ebene gewidmet. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare