1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Korbach

Blutspender und Helfer werden derzeit dringend gesucht

Erstellt:

Von: Philipp Daum

Kommentare

Entspannt auf der Liege: Gerlinde Kettlitz aus Korbach stellt seit Jahrzehnten ihr Blut zur Verfügung. Auch in der Walmehalle in Meineringhausen war sie wieder als Spenderin dabei.
Entspannt auf der Liege: Gerlinde Kettlitz aus Korbach stellt seit Jahrzehnten ihr Blut zur Verfügung. Auch in der Walmehalle in Meineringhausen war sie wieder als Spenderin dabei. © Philipp Daum

Vor großen Herausforderungen stehen derzeit die DRK-Blutspendedienste.

„Die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie, hohe Temperaturen, die Sommerferien und ein damit verbundenes hohes Reiseaufkommen sorgen für eine rückläufige Spendenbereitschaft sowie dafür, dass für die Blutspende weniger aktive Spenderinnen und Spender zur Verfügung stehen“, teilte Franziska Hanfland, vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Wegen der kurzen Haltbarkeit einiger Blutpräparate sei es wichtig, dass kontinuierlich genügend Blutspenden für Patienten zur Verfügung stehen. Blut müsse quasi ständig fließen. „Unsere Bitte lautet daher: Sollten in Folge der Aufrufe gewünschte Terminzeiten schon ausgebucht sein, ist das sehr gut und dringend notwendig, jedoch kein Zeichen der Entwarnung. Wir bitten Spenderinnen und Spender in diesem Fall, idealerweise auf die nächstmögliche Terminoption auszuweichen. Selbst wenn sich diese wegen des Angebots oder persönlicher (Reise)-Pläne erst in ein paar Wochen ergibt“, betont Franziska Hanfland.

Jede Blutspende trage dazu bei, kranken und verletzten Menschen zu helfen. „Viele lebenswichtige Operationen und Behandlungen können nur mittels Bluttransfusionen vollzogen werden. Blut kann nicht künstlich hergestellt werden. Wir sind auf Blutspender angewiesen, um eine stabile Versorgung zu gewährleisten“, sagt die DRK-Sprecherin. Täglich würden 15 000 Blutspenden in Deutschland benötigt. Gerade Sommerferien oder Feiertage lösten saisonale Schwankungen aus, in welchen Blutspenden besonders dringend benötigt würden, damit keine Engpässe in der medizinischen Versorgung mit lebensnotwendigen Blutpräparaten entstünden.

Doch es gibt in diesen Tagen nicht nur weniger Spenderinnen und Spender. Almuth Roth vom DRK-Blutspendedienst wies bei einer Blutspende-Aktion in Korbach-Meineringhausen darauf hin, dass aktuell freiwillige Helferinnen und Helfer fehlen. „Wir brauchen Menschen, die uns unter anderem bei der Aufnahme von Spendern helfen und Betreuungsaufgaben übernehmen“, sagt sie.

Almut Roth vom DRK-Blutspendedienst
Almut Roth vom DRK-Blutspendedienst  © Philipp Daum

Jeder Spender ist willkommen

Das Blutgruppenbarometer der DRK-Blutspendedienste gibt tagesaktuell Auskunft darüber, welche Blutgruppen besonders benötigt werden. Das Barometer kann online unter blutspende.de aufgerufen werden. Das DRK weist aber auch darauf hin, dass Erstspender, die möglicherweise ihre Blutgruppe noch gar nicht kennen, immer herzlich willkommen sind. Termine in der Nähe stehen unter blutspende.de/termine und werden regelmäßig in unserer Zeitung veröffentlicht. 

Auch interessant

Kommentare