Zweiten Bauabschnitt bei der Innenrenovierung der Pfarrkirche Obernburg in Angriff genommen

Bodenplatten kommen aus dem Jura

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Jörg Wiesemann, stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender, Architektin Ute Friedrich, Pfarrer Daniel Kallen und die fleißigen Obernburger, die am Arbeitseinsatz teilnahmen.Foto: Armin Hennig

Vöhl-Oberburg - Im Sommer wurden die Gelder für den zweiten Bauabschnitt der Obernburger Pfarrkirche bewilligt. Inzwischen wird kräftig am Innenausbau gearbeitet.

„Im kommenden Herbst sind wir fertig, wenn alles nach Plan läuft“, verspricht Jörg Wiesemann. Allerdings verweist der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende darauf, dass bei Ausführung und Abschluss der Arbeiten auch ein wenig die Witterung das Tempo vorgibt. „Wenn es so kalt wird wie im vorletzten Winter, dann kann es schon zu Verzögerungen kommen, aber Weihnachten 2015 kann unter allen Umständen in der Kirche gefeiert werden.“

Im Verlauf der bisherigen Arbeiten wurde ein bei der letzten Renovierung von 1969 bis 1972 aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen zugemauertes Fenster im Altarraum wieder freigelegt. Die Auswahl des Materials für den Kirchenboden orientiert sich am Gebäude. Die Pfarrkirche besteht aus hiesigem Kalkstein, da der Abbau in der Region längst historisch ist, werden die neuen Bodenplatten ebenfalls aus Kalkstein sein, allerdings aus dem fränkischen Jura-Gebiet.

Aktuell bewegt die Verantwortlichen die Frage, ob die vier Zentimeter starken Bodenplatten sandgestrahlt oder gebürstet sein sollten. Die letztere Ausführung ist pflegeleichter, aber die Kosten sprechen ein gewichtiges Wort mit, führt Wiesemann aus und verweist auf den Rahmen von 337750 Euro, der 70000 Euro Eigenanteil enthält. Dieser setzt sich aus 35000 Euro Spendengeldern und 35000 Euro aus dem Kirchenerhaltungsfonds zusammen.

Die vorbereitenden Arbeiten werden in Eigenleistung erbracht, die Feinarbeit beim Boden führt der Korbacher Steinmetz- und Bildhauermeisterbetrieb Wilhelm Emde durch. Die Malerarbeiten übernimmt die Firma Lehm & Farbe, Alraft, für die Verzierungen der Fenster und Ornamente an der Empore zeichnet der Restaurator Belk, Fulda verantwortlich, wohl auch für die Arbeiten an der über 500 Jahre alten Eingangstür, die Jörg Wiesemann gern für die erste Kirchentür überhaupt halten würde. Die Orgel wird professionell gereinigt und der Kirchenvorstand plant eine Tieferstimmung der Tonlage der Orgel, sofern eine Zustimmung der entsprechenden verantwortlichen Stellen und eine Finanzierungsmöglichkeit sich ergibt. Zum Abschluss der Umbauarbeiten wird die historische 300 Jahre alte Barockorgel wieder eingebaut.

„Die Fachplanung Elektro ist bereits abgeschlossen und die Ausschreibung dieser Elektroarbeiten sind bereits erfolgt“, signalisiert Architektin Ute Friedrich, dass einer Fertigstellung nach Plan derzeit nichts im Wege steht. In diesen Bereich zählen auch die im Betrieb besonders geschätzten Bereiche Heizung und Beleuchtung.

Von Armin Hennig

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