Ermittlungen laufen - Derzeit keine reale Gefahr - Unterricht findet am Donnerstag statt

Bombendrohung an der Alten Landesschule in Korbach: Nichts Verdächtiges im Gebäude 

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Sicherheitskräfte im Einsatz: Nach einer Bombendrohung an der Alten Landesschule in Korbach kamen Polizisten einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) aus Kassel mit einem Sprengstoffspürhund.

Korbach. An der Alten Landesschule in Korbach hat es am Mittwochmorgen eine Bombendrohung gegeben. "Alle Schülerinnen und Schüler wurden evakuiert und auf das Gelände des Paul-Zimmermann-Sportplatzes geführt. Es ist niemand zu Schaden gekommen", sagte Jörg Dämmer von der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg.

+++aktualisiert um 13.42 Uhr+++

Der Schultag ist für die Schüler der Alten Landesschule (ALS) beendet. Sie durften gegen elf Uhr nach Hause. Eltern konnten nach Auskunft von ALS-Schulleiter Robert Gassner ihre Kinder auch am Paul-Zimmermann-Sportplatz abholen. Schulranzen und Fahrräder müssen laut Polizei jedoch in der Schule bleiben, die Schüler dürfen heute nicht mehr zurück in die ALS.

An den anderen Schulen (Humboldt-Schule und Berufliche Schulen) ging der Unterricht für die Schüler gegen 11 Uhr weiter. "Derzeit liegen keine aktuellen Hinweise mehr auf eine reale Gefahr vor", so die Polizei am Mittag. 

Polizeihauptkommissar Jörg Dämmer wies darauf hin, dass insgesamt alles getan werde, um die Sicherheit der Schüler und Lehrer vor Ort zu gewährleisten. 

Ein Teil der Solinger Straße war zwischenzeitlich von der Polizei gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Gegenüber unserer Zeitung hatte am Morgen auch Jörg Thiele, Schulleiter von der benachbarten Humboldt-Schule (die nicht von der Bombendrohung betroffen war), bestätigt, dass sofort beide Schulen evakuiert worden seien. Die Durchsage an der ALS sei gegen Ende der ersten Unterrichtsstunde gekommen: Achtung, es gab eine Bombendrohung, hieß es. Das Ganze sei keine Übung, und das gesamte Gebäude müsse geräumt werden.

Auch die Schüler der Beruflichen Schulen mussten das Schulgebäude verlassen. 

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. An der Alten Landesschule wurde demzufolge am Morgen per E-Mail eine Bombendrohung für 9  Uhr ungekündigt. Der genaue Absender sei derzeit noch unklar.

Jörg Dämmer sagte jedoch, dass die Bombendrohung nach jetzigen Erkenntnissen in keinem Zusammenhang mit einem angekündigten Amoklauf steht, der heute Morgen für einen Einsatz in der Kasseler Paul-Julius-von-Reuter-Schule gesorgt hat. Auch dort wurde die Schule geräumt - wegen eines angekündigten Amoklaufs. Torsten Werner, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen, bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass es keine Hinweise auf einen Zusammenhang der beiden Fälle gebe.   

Polizeihauptkommissar Jörg Dämmer von der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg sagte auf Anfrage unserer Zeitung, wie es nun weitergeht: Die Ermittlungen laufen weiter. Im Gebäude der ALS wurde nichts Verdächtiges gefunden. Auch Beamte einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) aus Kassel waren vor Ort, Sprengstoffspürhunde waren ebenfalls im Einsatz. 

Am Morgen riefen besorgte Eltern in der Alten Landesschule an. Das dortige Sekretariat war laut Polizei nach einer entsprechenden Durchsuchung wieder besetzt. Die Mitarbeiter konnten den Eltern daher Auskunft geben. 

Der Unterricht am Donnerstag findet statt. Polizeibeamte in Zivil kontrollieren allerdings die Taschen und Rucksäcke aller Schüler.

Bildergalerie: Bombendrohung an der ALS in Korbach

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