Fürstenberger Hof · Umbauarbeiten haben sich verzögert

Brandschutz noch nicht geklärt

Lichtenfels - Im Fürstenberger Hof wohnen seit Herbst 2012 Asylbewerber. Doch noch immer steht die endgültige Abnahme der Brandschutzauflagen aus.

Nur durch einen rechtlichen Kniff dürfen derzeit Asylanten in dem ehemaligen Hotel wohnen: Als die Flüchtlingszahlen im Herbst 2012 zunahmen, hatten sich die Betreiber des Fürstenberger Hofes nach einem Aufruf der Ausländerbehörde beim Landkreis gemeldet und die ehemalige Pension in Fürstenberg als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Weil Brandschutzauflagen nicht erfüllt waren, wurde das Haus nicht als Gemeinschaftsunterkunft klassifiziert, sondern die Flüchtlinge galten bislang stets als Pensionsgäste. Ob die Auflagen inzwischen erfüllt seien, wollte Dr. Bernhard Kutting von der Wählergemeinschaft Lichtenfels am Dienstagabend bei der Sitzung der Lichtenfelser Stadtverordneten in der Igelstadthalle in Fürstenberg wissen – und wenn nein, wer dann bei einem eventuellen Schaden, etwa durch Feuer, hafte. Auch wollte Kutting wissen, ob es bei der mit dem Landkreis verabredeten „sozialverträglichen Belegung mit 25 Personen“ bleibe. Bei einem Informationsabend war mit dem Landkreis vereinbart worden, dass „regelmäßig nicht mehr als 25 Asylbewerber“ im Fürstenberger Hof untergebracht werden. Bürgermeister Uwe Steuber erklärte, das Haus gelte seit 1956 als Pension, dafür gebe es Bestandsschutz, und die Asylsuchenden würden auch immer noch als Pensionsgäste abgerechnet. Wie viele derzeit dort leben, sei ihm nicht bekannt. Verantwortlich sei der Fachdienst für soziale Angelegenheiten beim Landkreis Waldeck-Frankenberg. Klaus Debus aus den Reihen der CDU sagte Dienstagabend in seiner Funktion als Stadtbrandinspektor, dass die freiwillige Feuerwehr vom Landkreis nicht über den Status des Hauses informiert worden sei. „Das läuft alles an uns vorbei“, erklärte er. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, waren vor Ort und kennen das Haus, aber mehr können wir nicht tun“, erklärt er. „Bauaufsicht und Brandschutz des Landkreises haben am 23. April 2014 einer Nutzungsänderung zum Beherbergungsbetrieb zugestimmt, unter dem Vorbehalt, dass alle Auflagen erfüllt werden und alle Betriebsgenehmigungen vorliegen“, sagte Dr. Hartmut Wecker, Sprecher des Landkreises, gestern auf Nachfrage der Waldeckischen Landeszeitung/Frankenberger Zeitung. Ob die vorliegen, „kann ich nicht sagen“, erklärte er. Auch könne er keine Auskunft darüber geben, wie viele Menschen derzeit im Fürstenberger Hof untergebracht seien.Darüber Auskunft gab indes die Betreiberfamilie gegenüber der WLZ-FZ: „Die Bauabnahme müsste in Kürze erfolgen. Die Arbeiten haben sich verzögert, ebenso die Anlieferung der Brandmeldeanlage, doch inzwischen ist alles zur Abnahme eingereicht.“ Über die Belegung hieß es, dass punktuell bis zu 35 Asylbewerber im Fürstenberger Hof wohnen würden. Von Marianne Dämmer

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