Vorlesenachmittag am Welttag des Buches in der Stadtbücherei

„Bücherhasen“ für die „Mäusegruppe“

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Unterwegs mit den Bücherhasen: Ursula Kümmel und ihre aufmerksamen Leser aus dem Korbacher Kindergarten Tempel.Foto: Kobbe

Korbach - „Bücher können einfach sehr nützlich sein“: Zu dieser Erkenntnis kommen nicht nur die „Bücherhasen“ Ernest und Viktor in Claude Boujons gleichnamigem Kinderbuch.

Beim Vorlesenachmittag in der Stadtbücherei verfolgten gestern Mädchen und Jungen aus der „Mäusegruppe“ des Kindergartens Tempel ganz aufmerksam, was Ursula Kümmel von den beiden Hasen noch zu erzählen hatte. Seit zehn Jahren gehört sie zum Vorleser-Stammtisch. Die Bücherfreunde treffen sich regelmäßig, um Erfahrungen auszutauschen, die sie beim Vorlesen in Schulen, Kindertagesstätten oder Altenheimen gesammelt haben. „Außerdem bekommen wir dann auch immer gute Literaturempfehlungen von Büchereileiterin Maren Heynck“, berichtet Ursula Kümmel.

Am gestrigen Welttag des Buches präsentierten insgesamt acht Vorleserinnen und Vorleser zumeist Kinder- und Jugendbücher. Ingeborg Reuter etwa ließ Eoin Colfer in „Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy“ einen weiteren Buchvorteil schildern: „Solange ihr ein Buch lest, könnt ihr nichts anstellen.“ Denn eine gute Geschichte sorgt im wilden Treiben der Rasselbande für eine Verschnaufpause. Das weitere Vorleseprogramm im Obergeschoss gestalteten Ilse Anweiler mit Koen van Biesens „Mein Nachbar liest ein Buch“ und Dieter Melzer mit Agnes de Lestrades „Die große Wörterfabrik“. Annedore Scherf hatte aus der „Charlie und Lola“-Reihe „Das ist aber total mein Buch“ im Gepäck. Bruno Pelz stellte den „Wechselstabenverbuchsler“ vor. Aus Büchern für Erwachsene lasen Elke Barlozek (Daniel Pennac: „Wie ein Roman“) und Lieselotte Snowdon (Hermann Hesse: „Autorenabend“).

Gestern haben in ganz Deutschland Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte den Welttag des Buches mit Aktionen und Veranstaltungen begleitet. 1995 erklärte die Unesco den 23. April zum Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

Von Thomas Kobbe

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