Vom 11. bis 16. Mai findet in Korbach die 66. Theaterwoche statt

Bühne frei für Tanz und Schauspiel

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Die Mitglieder des Kuratoriums Theaterwoche Korbach stellten am Montag das Programm für die nächste Theaterwoche vor. Die Finanzierung ist gesichert durch Sponsoren. Foto: Marianne Dämmer

Korbach - Die Theaterwoche Korbach geht 2016 zum 66. Mal über die Bühne. 20 Bewerbungen aus ganz Deutschland sind beim Kuratorium eingegangen - darunter auch zahlreiche aus Waldeck-Frankenberg.

„Wir sind sehr erfreut über die Bewerbungen - es haben sich vor allem aus dem hiesigen Raum mehr Schulen beteiligt“, sagte Eckhard Debour vom Leitungsteam der Theaterwoche Korbach am Montagmorgen bei der Sitzung des Kuratoriums. Die 66. Theaterwoche wird vom Montag, 11. Mai, bis Samstag, 16. Mai, stattfinden - zu sehen sind insgesamt zehn Gruppen, die den Zuschauern klassisches Amateur-, Jugend- und Schultheater, aber auch Tanzprojekte und Singspiele bieten.

Bei der Entscheidung ging es dem Leitungsteam um Eckhard Debour, Michael Schwarzwald und Werner Hartmann um Qualität, Vielfalt und Inhalt gleichermaßen - Themen wie Politik, Migration und Integration oder Inklusion würden in den Stücken auf unterschiedliche Weise thematisiert, sagte Debour. Davon, wie vielfältig das Spektrum bei der 66. Theaterwoche in Korbach ist - der ältesten ihrer Art in Deutschland - machte sich am Montag auch Landrat Dr. Reinhard Kubat ein Bild.

Den Auftakt macht am 11. Mai die Theatergruppe des Lebenshilfe-Werkes in Korbach mit der Eigenproduktion „Was vom Tage übrig bleibt“. Anschließend ist die Performance der Korbacher Tanzprojektgruppe unter dem Titel „Feuer. Erde. Wasser. Gruft - Tage der Entscheidung“ zu sehen. Ihr Auftritt dreht sich um das Thema Friedhofsgestaltung und den Umgang mit dem Tod.

Die Eigenproduktion „10 Cent oder Wie Eulenspiegel die Kultur revolutionierte“ werden der Unterstufenchor und das Streicherensemble der Alten Landesschule in Korbach am 12. Mai mittags in der Stadthalle aufführen, abends folgt das Stück „Late at night“ - eine Eigenproduktion mit Adaptionen von Fremdtexten des EMA-Theaters Remscheid, einer Theater-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Am 13. Mai, dem „Theatertag der Region Hessen“, ist die Theater-AG der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel mit dem Masken-Stück „Die Gesichter der Aschenputtel“ um 10.30 Uhr in der Korbacher Stadthalle zu sehen. Um 15.30 Uhr führt das Statt-Theater Mengeringhausen in der dortigen Stadthalle das Stück „Die Welle“ von Reinhold Tritt auf. Abends ist, wieder auf der Bühne der Korbacher Stadthalle, die Theatergruppe TEGS aus Höchst im Odenwald zu sehen mit der Eigenbearbeitung „Der Sandmann - es ist noch nicht so weit“. Das Stück dreht sich um Angst und ihre Bewältigung.

Am 14. Mai folgen zwei Aufführungen hintereinander, in denen es jeweils um Integration und Migration geht, erklärte Debour: So spielt der Projektkurs „Theater der Q1“ am Goethe-Gymnasium aus Düsseldorf die Eigenproduktion „Melilla“, die sich um die gleichnamige spanische Enklave in Marokko und das Flüchtlingsthema dreht, anschließend zeigt das Viktoria­theater Essen das Stück Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner“. Am Freitagabend führt das „Rohestheater“ von der Mies-van-der-Rohe Schule in Aachen „Die Räuber“ von Friedrich Schiller auf, „und so endet die 66. Theaterwoche mit leichterer Kost“, sagte Eckhard Debour. Bereits am Sonntag, 10. Mai, ist im Vorfeld der Theaterwoche die Eigenproduktion „Momo“ der Edertalschule in Frankenberg zu sehen.

Die Werkstattarbeit steht unter dem Motto „Im Maskenspiel zu sich finden“ - da arbeitet erneut die Paul-Zimmermann-Schule mit, erklärte Michael Schwarzwald. Außerdem bieten die Korbacher Humboldt-Schule und die Gemündener Cornelia-Funke-Schule ein kleines Rahmenprogramm. Für Kubat steht damit fest: „Die Theaterwoche hat an Attraktivität nichts verloren - im Gegenteil“.

Von Marianne Dämmer

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