Korbach:Offizielle Eröffnung in stilvollem Rahmen mit viel Programm

Bürgerhaus ein "Meilenstein"

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- Das Bürgerhaus hat die erste Belastungsprobe bestanden. Bei der Eröffnungsfeier am Samstag überzeugten sich hunderte Korbacher von den Neuerungen.

Korbach. Als 1968 das Bürgerhaus in Korbach eröffnet wurde, war Werner Nagel mit dem Posaunenchor dabei. Bei der Wiedereröffnung kam ihm eine andere Rolle zu. Als Gastredner für die Korbacher Vereine hatte er für Bürgermeister Klaus Friedrich und Staatsminister Dieter Posch keine Posaunen, dafür aber kleine Papp-Tröten dabei, mit denen die Drei zur Eröffnung „musizierten“.

Hunderte Gäste waren gekommen, um das von Grund auf veränderte Bürgerhaus kennenzulernen. Über ein Jahr dauerte die Sanierung, nun stehen für Veranstaltungen und Vereine 1890 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.Klaus Friedrich sprach von einem „Meilenstein hin zu einer starken Stadtmitte“ und dankte auch den Gruppen, die während der Bauphase andere Räumlichkeiten aufsuchen mussten. „Der Fleiß und das Engagement der Bürger zeugen von einem starken Wir-Gefühl. Hier ist etwas wirklich Gutes entstanden“, brachte der Bürgermeister seinen Stolz über das Vollbrachte zum Ausdruck.

Die Dankesworte Friedrichs an das Land Hessen gab der Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Dieter Posch an die Bürger zurück: „Es handelt sich hier um eine zweckgebundene Rückerstattung. Sie bekommen das zurück, was der Staat ihnen einmal aus der Tasche gezogen hat.“ Er war vor allem froh, dass nicht ein komplett neues Bürgerhaus geschaffen, sondern auf dem Vorhandenen aufgebaut wurde. Denn „das Bürgerhaus ist ein Teil der Geschichte und unverzichtbar für den Charakter der Stadt“.

In die Liste der Redner reihte sich auch Burkhard Fincke ein, der angesichts der Fertigstellung fast ein wenig sentimental wurde, aber auch den Blick auf die kommenden Aufgaben richtete. „Wahrscheinlich war dies meine letzte größere Aufgabe, für die Sanierung des Rathauses werden dann wohl andere zuständig sein“, sagte der Bauamtsleiter.

Nach den Grußworten von Pfarrer Günter Engemann ging Architekt Uno Kleine auf Einzelheiten zum Bau und den verschiedenen Räumen ein. 2,9 Millionen Euro wurden in die Sanierung investiert, Blickfang und Herzstück ist das gläserne Foyer mit Aussicht auf die Nikolaikirche. Zwischen den Reden sorgte das Duo Eberhard Enß (Querflöte) und Rainer Böttcher (Klavier) für die musikalische Umrahmung.

Im Anschluss an den offiziellen Teil folgte ein buntes Nachmittagsprogramm. Auf der Bühne im Saal standen Musik und Tanz im Vordergrund, dargeboten von den „Singenden Frauen“, dem Chor „Knapp Daneben“ und dem Trio „Schlagerlust“. Für die kleinen Gäste ging es zum Kindertheater und Kinderschminken. Die meisten Besucher gingen aber zunächst auf Entdeckungstour. Dabei reichten die Meinungen von „sehr schön“ bis „einfach gelungen“. (tt)

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