Kommunalpolitiker, Stadtführer, engagierter Korbacher Bürger

Für Verdienste um die Stadt Korbach ausgezeichnet: Bundesverdienstkreuz für Heinz Merl

Bundesverdienstkreuz für einen engagierten Korbacher: (von links) Marcel und Claudia Pfeifer, Heinz Merl mit dem Verdienstorden am Revers, Dr. Volker Merl, Ursula Merl, Bürgermeister Klaus Friedrich, Tim Oberlies, Stadtverordnetenvorsteherin Lilo Hiller und Landrat Dr. Reinhard Kubat.
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Bundesverdienstkreuz für einen engagierten Korbacher: (von links) Marcel und Claudia Pfeifer, Heinz Merl mit dem Verdienstorden am Revers, Dr. Volker Merl, Ursula Merl, Bürgermeister Klaus Friedrich, Tim Oberlies, Stadtverordnetenvorsteherin Lilo Hiller und Landrat Dr. Reinhard Kubat.

Er ist Kommunalpolitiker, Heimatforscher, Stadtarchivar, und Korbach hat ihm den offiziellen Titel als „Hansestadt“ zu verdanken: Heinz Merl hat am Dienstag das Verdienstkreuz am Bande erhalten. Landrat Dr. Reinhard Kubat überreichte bei einer Feierstunde im Bürgerhaus den vom Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehenen Verdienstorden.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Merl ehrenamtlich in Korbach. „Er ist ein Individualist und eine gebildete Person mit großem Wissen nicht nur in der Korbacher Geschichte“, charakterisierte Bürgermeister Klaus Friedrich den Geehrten. Merl sei kein streitsüchtiger Mensch, lege es aber auch nicht auf „lauen Konsens“ aus. „Er ist ein überzeugter Streiter, wenn es um Korbach geht“, so der Bürgermeister. Die Liebe zur Heimatstadt sei der Antrieb für Merls Engagement.

Mit „sauerländischer Nüchternheit und Waldecker Herzen“ sei er in der Stadtverordnetenversammlung aktiv, sagte Friedrich. Als „bekennender Hanseat“ habe Merl zum offiziellen Titel der Stadt beigetragen. Merl hatte einen entsprechenden Antrag im Stadtparlament eingebracht und eine Textpassage in den alten Rezessbüchern der Hanse ausfindig gemacht, die eine wichtige Begründung für den Zusatztitel „Hansestadt“ lieferte. Außerdem sei Merl ein großzügiger Raucher, sagte Friedrich mit einem Schmunzeln: „Man kann immer eine Zigarette von ihm abstauben.“

„Obwohl er in Warstein zur Welt kam, hält man ihn für einen waschechten Korbacher“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Merls ehrenamtliches Engagement und sein Wirken für die Allgemeinheit sei vielfältig. „Er ist redegewand und kann zu jeder Situation ein passendes Zitat oder sogar Gedicht beitragen.“ Stadtverordnetenvorsteherin Lilo Hiller sagte: „Wir wissen zu schätzen, was du tust.“ Auf Heinz Merl habe sie sich immer verlassen können.

Vorgeschlagen für die Ehrung hatten ihn seine Parteifreunde Tim Oberlies und Günter Schlund. „Du warst für uns in der Jungen Union eine Leitfigur“, sagte Oberlies. Merl habe Themen offen angesprochen und keine Diskussion gescheut. Oberlies: „Es ist eine absolute Ehre, dich zu kennen.“

Nicht – wie von Bürgermeister Klaus Friedrich scherzhaft vermutet – in einer komplett in Latein gehaltenen Rede, sondern mit einer kurzen, launigen Ansprache dankte Merl seinen Weggefährten und seiner Familie, die sein Engagement möglich gemacht habe, insbesondere seiner Frau Ursula, seiner Tochter Claudia Pfeifer und seinem Sohn Dr. Volker Merl.

Zur Person: Heinz Merl

Heinz Merl wurde 1949 in Warstein geboren, seit fast 40 Jahren lebt er in Korbach. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politisch ist Merl seit 28 Jahren aktiv: Seit 1992 gehört er der Stadtverordnetenversammlung an, von 2001 bis 2011 war er Stadtverordnetenvorsteher, seitdem Stellvertreter. Seit 2011 ist er wieder Vorsitzender der CDU-Fraktion; das Amt übte er bereits von 1994 bis 2001 aus. Darüber hinaus ist er bereits seit 1989 Mitglied in zahlreichen Kommissionen, Ausschüssen und weiteren Gremien der Stadt Korbach.

Neben zahlreichen politischen Ehrenaufgaben ist Merl zugleich Vorsitzender des Bürgervereins St. Kilian, Mitglied im katholischen Kirchensteuerbeirat des Erzbistums Paderborn und aktiv in der Schützengilde und im Stadtarchiv. 1988 war er einer der ersten Stadtführer.

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