Hunderte Besucher beim traditionellen Pfingstmarkt in Sachsenberg

Buntes Programm für alle Generationen

Ein Festzug mit den Vereinen der Stadt schlängelte sich am Pfingstsonntag durch die Stadt. Foto: Schilling

Lichtenfels-Sachsenberg - Das „Städtchen mit Herz“ stand am Wochenende im Zeichen des traditionellen Pfingstmarktes. Für Jung und Alt bot das Programm der drei Festtage etwas.

Ortsbeirat, Motorradclub und die Burschenschaft hatten das Fest wieder vorbereitet. Am Samstag Mittag kamen die jüngsten Besucher auf ihre Kosten: Sie starteten am Alten Feuerwehrhaus zum 4. Sachsenberger Bobbycar-Rennen, organisiert vom Förderverein des Kindergartens. 32 Teilnehmer gingen in fünf Altersgruppen an den Start. In spannenden Rennen wurden die jeweiligen Sieger ermittelt:

In der Maus-Klasse bis zwei Jahren siegte Fiona Nitzsche, in der Hasen-Klasse für die Drei- bis Fünfjährigen Paul Schwadtke, in der Tiger-Klasse der Sechs- bis Achtjährigen Lena Valentin, in der Bären-Klasse der Neun- und zehnjährigen Fabian Scheuermann, und in der Mammut-Klasse der über Elfjährigen holte Willi Stiebig den Sieg.

Unterstützung erhielten die Organisatoren von Mitgliedern des Fördervereins, Lidia Jäger, dem Motorradclub und heimischen Banken. Der Verein sorgte auch für Essen und Getränke.

Nachmittags wetteiferten etwa 60 Teilnehmer beim Luftgewehrschießen um den Sieg oder zumindest einen der 15 Preise. Abgegeben wurden jeweils drei Schuss auf Zehnerscheiben. Fünf Schützen erreichten 29 Ringe und mussten in einem Stechen die Besten ermitteln. Den ersten Platz sicherte sich dabei Jens Herschbach, gefolgt von Boris Gaudeck, Bernd Göckel, Bastian Kuhnhenn und Thomas Engel. Die Sieger wurden gegen Abend geehrt.

Der Sonntag begann am Mittag im Bürgerhaus mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Friedemann Graß hielt. Im Anschluss traten Sachsenberger Vereine auf dem Vorplatz zum Festzug an - Fahnenabordnungen stellten der Männergesangverein „Liedertafel“, die Burschenschaft und die Landfrauen Sachsenberg/Dalwigksthal, außerdem zogen die „Mini-Bienen“ der Landfrauen und die Jugendfeuerwehr mit. Hinter der Sachsenberger Stadtfahne marschierten die Ehrengäste, unter ihnen Bürgermeister Uwe Steuber, der Ehrenbürgermeister Wolfgang Wennemuth, der Stadtälteste Bernd Göckel und einige Kommunalpolitiker. Vorweg schritt der Spielmannszug der Feuerwehr unter der Stabführung von Kurt Lechky, den Abschluss bildeten zwei Reiterinnen des Reit- und Fahrvereins und der Feuerwehr-Oldtimer, ein Magirus Baujahr 1935. Die Brandschützer sicherten den Zug auch ab. Durch die Altstadt und die Landesstraße ging es hoch zur Knöchelhalle.

Weiter Interesse am Markt

Die rege Teilnahme am Festzug wertete Ortsvorsteher Kurt Lechky in seiner Ansprache als Zeichen dafür, dass weiterhin Interesse am Pfingstmarkt bestehe. Zum vierten Mal werde in der neuen Halle gefeiert. Der eine oder andere habe seinerzeit zwar der alten Festhalle nachgetrauert, aber die meisten Gäste hätten sich inzwischen mit der neuen Stätte abgefunden.

Nach der Fahnenparade rief Lechky alle Gäste auf, „die Nationalhymne“ anzustimmen - sprich: das „Waldecker Lied“.

Am Nachmittag gab es für die Kinder ein kleines Programm: Mädchen und Jungen konnten sich schminken lassen oder sich in der Hüpfburg austoben. Die drei Altersgruppen der „Mini-Bienen“ führen in pinkfarbenen Shirts Tänze auf - auch ein paar Jungen waren dabei. Die Bewirtung hatte der Motorradclub übernommen. Von Kuchen bis zu Gegrilltem reichte das Angebot. Abends spielte die Live-Band „No Limit“ zum Tanz auf. Gestern hatte die seit 1894 bestehende Burschenschaft ihren großen Tag. Am Vormittag zog sie trotz des regnerischen Wetters von Haus zu Haus, um Eierspenden einzusammeln. Unterstützt wurde sie dabei wieder von den „Trommeljungs“. Die Eier wurden danach ausgeblasen, und am Mittag waren alle zum Eiermarkt ans Alte Feuerwehrhaus eingeladen. Dort gab es die frisch zubereiteten Eier.

Anschließend marschierte die Burschenschaft zu den Klängen des Spielmannszuges durch die Stadt. Mit dabei war nach gutem alten Brauch die „Eierfahne“ - dazu wurden die ausgeblasenen Eierschalen auf einer Schnur aufgefädelt und an einem auf einen Masten befestigt, dann ging es mit Marschmusik durch die Straßen. Mit dem Eiermarkt klang der Pfingstmarkt aus.

Früher gab es in der Stadt jedes Jahr den Pfingstmarkt und den Augustmarkt, der mit einem Viehauftrieb an der Festhalle verbunden war. Aus ihm ist vor 23 Jahren das Altstadtfest geworden. Auch der Pfingstmarkt wurde früher in einem größeren Rahmen gefeiert - doch Kurt Lechky zeigte sich am Sonntag optimistisch, dass es diese Tradition noch lange gebe.Von Dr. Karl Schilling

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