Der Platz unter der Waldeccia wird im Mai zum Treffpunkt der Nationen – 2. Februar Infoabend

"Café der Kulturen" zum Hessentag in Korbach

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Laden ein zum Treffpunkt der Kulturen beim Hessentag: (von links) Shiar Kanjo, Natalja Schens, Ibrahim Kaplan, Pfarrer Stefan Paternoster, Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Anette Pries vom Bürgerbündnis für ein tolerantes und weltoffenes Korbach, Ayman Al Homssi und Irina Schulz.

Korbach. Auf dem Platz zwischen der Waldeccia-Statue und dem Wolfgang-Bonhage-Museum soll zum Hessentag ein Treffpunkt der Kulturen entstehen. Das teilt Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen mit.

In der Hansestadt Korbach sind viele Kulturen zu Hause. Oft leben sie noch nebeneinander. Daraus kann zunehmend ein Miteinander werden – dazu beitragen soll ein besonderer kultureller Austausch zum Hessentag.

Der Platz unter der Waldeccia, die 1878 nach dem Deutsch-Französischen Krieg als Siegerstatue und Ehrenmal für die gefallenen deutschen Soldaten errichtet wurde, also ein Zeichen kriegerischer Auseinandersetzung ist, soll 140 Jahre später ein Ort des Austausches und der Völkerverständigung werden.

„Alle sind eingeladen, sich an dem Treffpunkt der Kulturen zu beteiligen, ob mit lukullischen Spezialitäten und Getränken, Bildern, Musik oder Tänzen. Das Wichtigste ist der Austausch“, betont Völcker-Janssen. Jeden Tag sollen parallel zueinander regionale Spezialitäten angeboten werden – aus Griechenland und der Türkei, aus Syrien und Afghanistan, Russland und Polen, Spanien, Afrika, Frankreich und Deutschland sowie vielen anderen Ländern, erklärt Anette Pries vom Bürgerbündnis für ein tolerantes und weltoffenes Korbach.

Das Bündnis gehört zusammen mit dem Museum und der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu den Veranstaltern des Kulturen-Cafés. „Wir wollen auf diese Weise zeigen, dass es seit Jahrzehnten ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und Nationalitäten in Korbach gibt und die Hansestadt ein Zuhause ist, wo man Verschiedenheit wertschätzt“, betont Anette Pries.

„Das ist eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig in den Blick zu nehmen und verstehen zu lernen“, sagt Stefan Paternoster, Pfarrer der SELK und Vertreter des Diakonissenwerks, das sich auch in der Flüchtlingsarbeit engagiert.

Für den Kulturen-Treffpunkt engagieren sich außerdem Natalja Schens, Ayman Al Homssi und Ibrahim Kaplan: „Wir hoffen, durch diese Aktion das friedliche Zusammenleben zu fördern“, betonen sie.

Organisiert und koordiniert wird das Projekt von Irina Schulz und Shiar Kanjo, die über das Patenschaftsprogramm des Bundesfamilienministeriums und die Stadt Korbach finanziert werden: „Wir sind froh, dass wir uns in dem Projekt engagieren können.“

Info-Treffen im Korbacher Bürgerhaus

Wer sich für eine Teilnahme am Kulturen-Café während des Hessentags interessiert, ist zur Info-Veranstaltung am Freitag, 2. Februar, von 16 bis 17.30 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses eingeladen. Irina Schulz und Shihar Kanjo stellen Details vor, die Bürger können Ideen einbringen.

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