Korbach

Chor und Bläser verzaubern Zuhörer

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- Korbach (resa). Mit einem abwechslungsreichen Konzert verzauberten die kleinen Sänger aus Korbach und Lelbach am Sonntagabend ihr Publikum. Viele Besucher waren zur Weihnachtsgala in die Nikolaikirche gekommen.

In der Nikolaikirche wird es ganz still. Dann klingen die ersten Trompetenklänge durch das Kirchenschiff und flotten Schrittes ziehen fast 50 Kinder mit Kerzen in den Händen durch den Mittelgang ein. Es ist der feierliche Beginn der Weihnachtsgala des Evangelischen Kinder- und Jugendchores Korbach/Lelbach. Viel Wert legen Stadtkantor Eberhard Jung, die Kinder und Solisten auf die Atmosphäre ihres großen Konzertes. Und doch ist sie nur der Rahmen für ein musikalisches Glanzlicht kurz vor Weihnachten. Denn es sind vor allem die Stimmen, die leuchtenden Augen, das Zusammenspiel der Chöre und der Solisten, die das Konzert prägen. Mit Rolf Zuckowskis „Dezemberträumen“ eröffnen die Kinder ihr Programm. Wie aus einem Mund und doch mit voller Kraft und ausdrucksstark erzählen die kleinen Musiker vom Winter und der Weihnacht. Keine Stimme tanzt aus der Rolle, hell und genau treffen die Kinder die Töne. Textblätter brauchen weder die Jugendlichen noch die Kinder. Keiner bewegt hier nur den Mund, aus jedem klingen schöne Melodien.

Während die Jungbläser vom rieselnden Schnee erzählen, stimmen die Kleinsten den „Sterntaler“ an. Wo die Großen mit ihren starken Stimmen begeistern, da bestechen die Kleinen unter Leitung von Margarete Filipponi vor allem mit viel Freude. Laut und fröhlich statt hell und genau singen die Kindergartenkinder textsicher und begeistern. Viele von ihnen werden irgendwann die „Karriereleiter“ in die großen Gruppen erklimmen. Fürs Erste aber muss ein bewundernder Blick auf die oberen Ränge genügen. Hier versuchen sich die Jugendlichen ebenso erfolgreich an „Es schneit, es schneit“ wie an „Alle Jahre wieder“. Und umso später die Stunde, umso größer die Herausforderungen. So greifen die Jugendlichen für „Zu Bethlehem geboren“ zum ersten Mal zu Liedzetteln. Das Stück gehört zu den Glanzpunkten des Konzertes – auch dank des gefühlvollen Soli von Vera Filipponi. Gemeinsam mit Tenor Thomas Schwill bereichert die Sopranistin den musikalischen Reigen und auch einfacheren Stücken verleihen sie einen hochkarätigen Anstrich.

Zuweilen legen aber auch die Kinder und Jugendlichen selbst ordentlich vor. Bei einem swingenden, klingenden „Rudolf the rednosed Reindeer“ eröffnet Schwill den musikalischen Dialog und schnell folgen ihm die Chöre gleich in zwei Stimmen. Der Applaus bekundet den Jugendlichen begeistert, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat. Auch der Hymnus „Gloria in excelsis Deo“ gewinnt vor allem am Zusammenspiel der Solisten und Chorsänger an Tiefe und Wirkung. Das weiß das Publikum zu schätzen. Keine Minute wird den vielen Gästen während der zweistündigen Gala langweilig – das mag auch an den Gedichten und Geschichten von Thomas Schwill liegen. Die erzählen mal nachdenklich, mal humorvoll von verschiedenen Phänomenen der Heiligen Nacht.

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