Korbach:

Christof Linde schreibt Bücher für die Feuerwehrausbildung

- Korbach. Als Christof Linde vor einigen Jahren auf Einladung der New Yorker Feuerwehr in die „Hauptstadt der Welt“ flog, machte er eine Erfahrung, die ihn den Rest seines Lebens begleiten wird: Die Terror-Anschläge waren noch nicht allzu lange her, die Sicherheitsbehörden waren nervös.

Wie jeder Einreisende wurde auch Linde intensiv befragt: Was wollen Sie hier? In welchem Hotel werden Sie wohnen? Christof Linde konnte keine Adresse angeben, er wollte bei New Yorker Kollegen übernachten. Der Beamte war skeptisch, Linde legte die Einladung vor. Als damit klar war, dass Linde wirklich ein Feuerwehrmann ist, hörten die Fragen auf. Den Einreise-Fragebogen strich der Beamte einfach durch, ließ Linde ohne Weiteres passieren. Das hat ihn beeindruckt, erzählt Christof Linde, dieser Respekt vor Feuerwehrleuten, das hohe Ansehen, welches sie in der Metropole genießen. Christof Linde, freiwilliger Feuerwehrmann aus Korbach, kam nicht zufällig nach New York, er hatte einen Kollegen des dortigen NYFD (New York Fire Department) auf einem Lehrgang kennengelernt, an der Schule, in der er selbst Lehrer ist: der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel. Linde wohnt in Korbach, seiner Geburtsstadt. Feuerwehrmann ist er aus Überzeugung. Der Vater eines Freundes hat ihn zu den Brandschützern geholt, da war er noch ein Kind. Seither trat er immer auch der Wehr seines jeweiligen Wohnortes bei, aus dieser Leidenschaft hat sich sein Berufswunsch entwickelt. In Karlsruhe hat er ein Studium zum Diplom-Ingenieur absolviert, in Köln ein Referendariat bei der Berufsfeuerwehr, in Neuss schließlich hat er lange als Berufsfeuerwehrmann gearbeitet. Seit zehn Jahren nun wohnt er wieder in Korbach, um in Kassel als Lehrer tätig zu sein. Sein Fachgebiet: Nachrichtentechnik und Elektronische Datenverarbeitung.Christof Linde gibt sein Wissen an den Feuerwehrnachwuchs aus ganz Hessen weiter, Berufsfeuerwehrleute wie Freiwillige. An der Internats-Schule werden Kurse von einem Tag bis zu 16 Wochen Länge angeboten.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 18. Mai.

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