Autor berichtete in Korbach von seiner vierjährigen Weltreise

Mit 50 Euro um die Welt: Christopher Schacht traf Hippies, Drogendealer, Goldgräber

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Hoch oben: Christopher Schacht am Mast einer Segelyacht im Indischen Ozean.

Korbach – Mit 50 Euro hat Christopher Schacht seine Weltreise begonnen, Schmuggler, Drogendealer, Hippies, Goldgräber und bewaffnete Rebellen hat er dabei getroffen.

Der Bestsellerautor war auf Einladung des Buchladens „Co-Libri“ im Korbacher Bürgerhaus zu Gast. Er erzählte begeistert und mitreißend vor gut 150 Zuhörern von seinen abenteuerlichen Begegnungen und Erfahrungen, die sein Leben nachhaltig geprägt haben.

Der Weltenbummler auf einem Berg in Venezuela.

Über 100. 000 Kilometer, durch 45 Länder, mit 30 verschiedenen Jobs vom Tellerwäscher bis zum Model, alles ohne Flugzeug, nur per Schiff und auf dem Landweg ging seine Reise. Zelt und Hängematte waren ständige Begleiter, dazu Abenteuerlust und die Sehnsucht nach fremden Ländern und Kulturen.

Arbeit auf einer spanischen Pferderanch

Dabei hatte seine Reise im Jahr 2013 alles andere als erfolgreich begonnen. In Amsterdam, seiner ersten Station, hat er am ersten Abend bereits 35 Euro von seinem Startkapital auf den Kopf gehauen. Eine heilsame Erfahrung, seitdem hatte er die Hauptkostenfaktoren Unterkunft, Transportkosten und Verpflegung besser im Griff.

In Paris wurde es noch einmal eng, und er dachte schon ans Aufhören. Aber nach einem Stoßgebet passierte das kleine Wunder: Ein Autofahrer hielt und reichte ihm eine frische Pizza. In Spanien hat er auf einer Pferderanch gearbeitet und nebenbei Segeln gelernt. Diese Kenntnisse kamen ihm auf seiner gesamten weiteren Reise zugute, denn immer wieder konnte er auf Segelschiffen anheuern und kam so von Kontinent zu Kontinent.

Von Gibraltar ging es auf einem kleinen Segler zu den Kanaren, dann über den Atlantik in die Karibik. In Südamerika traf er ständig auf neue Leute, die ihm eine Unterkunft oder einen Job gaben. Seine offenes, freundliches und charmantes Auftreten hat ihm mit Sicherheit manche Tür geöffnet und eine große Portion Unbekümmertheit manche harte Herausforderung und Entbehrung überstehen lassen.

Drogendealer, Goldschürfer und Dieselschmuggler traf er in Venezuela, dazu kamen endlose Touren auf Ladeflächen von Lastwagen. Die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 hat er im Dschungel mitverfolgt. In Brasilien begann er, in der Bibel zu lesen, und seitdem gehört der Glaube an Gott zu seinem Leben.

Hund, Maden, Heuschrecken auf dem Speiseplan

Von Südamerika aus ging es über den Pazifik in einer langen und sehr beschwerlichen Seereise nach Ostasien. Seine Leseprobe über seine Erfahrungen mitten im Sturm auf hoher See ließ manchem im Saal den Atem stocken, ebenso wie die fantastischen Bilder von markanten Felsmassiven und Traumstränden. Philippinen, Korea, Japan,

China, Vietnam waren die nächsten Stationen. Die Ernährungsgewohnheiten der Einheimischen waren dabei durchaus gewöhnungsbedürftig, aber Christopher Schacht hat alle Herausforderungen bestanden, egal ob er Hund, Maden oder Heuschrecken essen musste.

Christopher Schacht  erzählt begeisternd und m itreißend von seiner Weltreise.

In Mumbai traf er seine große Liebe und heutige Ehefrau, die er schon länger aus sozialen Netzwerken kannte. Über Pakistan, Iran und die Türkei ging es dann zurück nach Hause. 

„Reisen ist die beste Möglichkeit, Vorurteile zu überwinden“, sagt der Buchautor und Theologiestudent zusammenfassend. Ein Buch zu schreiben, sei nie sein Plan gewesen, aber es sei eben anders gekommen. Rückblickend haben die vielen Begegnungen mit unzähligen Menschen, die Liebe seines Lebens, der Glaube an Gott und die Dankbarkeiten für die kleinen, scheinbar selbstverständlichen Dinge sich tief in ihm eingebrannt. Bei seiner Hochzeit waren Gäste aus 15 Ländern dabei, und sein Fernweh habe sich erst mal erledigt, sagt er. Seinen zukünftigen Platz sieht er in der deutschen Heimat.

Weitere Infos gibt es auf der Facebook-Seite Christopher Schacht-Weltreise und bei Instagram unter christopherschacht_

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