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Church-Night in Korbach: Verbindung halten – auch zu Gott

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Aktionen zum Mitmachen wurden nach dem Gottesdienst angeboten. Unter anderem hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Taschen nach ihrem Geschmack zu gestalten.
Aktionen zum Mitmachen wurden nach dem Gottesdienst angeboten. Unter anderem hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Taschen nach ihrem Geschmack zu gestalten. © pr

Ein kleiner Wollfaden zu Beginn, mit dem jeweils zwei Teilnehmerinnen oder Teilnehmer der Church-Night miteinander verbunden waren, zumindest während des Gottesdienstes: „Hold the Line“ war das Motto des Abends und es entstand bei diesem Treffen sicher nicht nur eine Verbindung untereinander, sondern auch ein guter Draht zu Gott.

Korbach – Etwa 150 Jugendliche waren der Einladung der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis gefolgt, darunter etliche Konfirmandinnen und Konfirmanden aus dem Upland, aus Lichtenfels, aus Korbach und aus Mengeringhausen. Sie erlebten einen Abend mit vielen Aktionen.

Auftakt der Church-Night war ein Gottesdienst, gestaltet von und mit den Jugendlichen aus dem Vorbereitungsteam. „Mit wem wollt ihr unbedingt in Verbindung bleiben“, lautete eine Frage zu Beginn. Die Abstimmung folgte digital per QR-Code für das Handy, das Ergebnis wurde per Mentimeter (eine App) dargestellt: Familie, Freunde und Gott nahmen dabei die vorderen Plätze ein, aber auch so manches Videospiel tauchte darin auf.

Durch den Gottesdienst führten in lockerer Manier Clara Nobiling und Dominik Buxan; Musik kam von der Band „Offbeat“ mit Elias und Lara Pohlmann, Luca Meier, Theresa Heine und Claudia Vach. Eine Verbindung zu Gott versuchte schließlich Sarah Sophia Schmid herzustellen – gar nicht so einfach: Denn Gott ist weder per Handy noch per E-Mail zu kontaktieren, auch die Accounts auf Instagram oder Facebook fehlen.

Die Church-Night zeigte dann aber allen Jugendlichen sehr deutlich, dass es eher das Miteinander ist, vielleicht auch ein Gebet, Musik, ein gutes Gespräch, die Natur – insgesamt wohl eher Erlebnisse oder bestimmte Situationen, in denen Gott zu finden ist.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst starteten verschiedene Aktionen in der Kirche und im Gemeindehaus. Da herrschte dichtes Gedränge an den einzelnen Stationen, an denen man sich im Sumo-Ringen ausprobieren oder sich ein Henna-Tattoo auf die Haut malen lassen konnte. Karaoke mit SingStar, Hits erraten, Taschen gestalten, verschiedene Telefone und Handys nach Jahreszahlen zuordnen oder ein Chaos-Spiel im Altarraum – so viel quirliges Leben gibt es sicher nicht oft in der Kilianskirche. Die Church-Night macht es möglich und lässt Kirche gerade für Jugendliche zu einem Treffpunkt werden, der gar nicht verstaubt oder langweilig daherkommt.

Besonders war an diesem Abend sicher auch die Live-Schaltung zur Church-Night in den Kirchenkreis Eder. Von dort berichteten die Organisatorinnen, wie sie den Draht zu Gott behalten.

Aus vorwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bestand das über 30-köpfige Church-Night-Team, das auch mit frisch überbackenen Sandwichs den kleinen Hunger zwischendurch stillte. (red)

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