Korbach

Conti weiter auf Wachstumskurs

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Haß

- Korbach (jk). Just zur Adventszeit hat Conti frohe Botschaften: Das Korbacher Werk brummt wie nie, neue 
Fertigwarenlager sind in Planung. Das bringt über zwölf Millionen Euro an weiteren Investitionen.

Nach der tiefen Zäsur durch die weltweite Wirtschaftskrise 2008/2009 hat 
sich Conti in Korbach prächtig entwickelt. Mit 10,9 Millionen Pkw-Reifen peilt das heimische Werk im laufenden Jahr einen 
neuen Rekord an, bestätigt Werksleiter Lothar Salokat. Und für 2012 sind sogar 11,3 Millionen Reifen im Visier.

„So stark ausgelastet waren wir noch nie“, erklärt Salokat auf WLZ-FZ-Nachfrage. Auf allen Märkten international läuft der Absatz von Conti-Reifen wie geschmiert. So hat auch das lange schwächelnde Geschäft in Russland deutlich angezogen. Dort ist Conti mit nordischen Winterreifen stark vertreten, aber beispielsweise auch mit großvolumigen Sommerreifen (SUV).

Sehr starke Auftragsbücher verzeichnet ebenso die Produktion von hochwertigen Zweiradreifen in Deutschlands einzigem Werk für Fahrradreifen. Gleiches gilt für den Sektor 
Industriereifen in Korbach und die Produktion bei ContiTech mit technischen Schläuchen. So wuchs die Belegschaft im heimischen Werk auf derzeit rund 3400 Beschäftigte an – also weit mehr als vor dem Krisenjahr 2008, als Conti rund 3200 Mitarbeiter zählte.

Parallel hat Conti 2011 weit über 20 Millionen Euro investiert und nutzt quasi jeden 
Winkel zur Produktion. Das 
gilt auch für das bisherige Fertigwarenlager, wo in der Spitze bis zu 700 000 Reifen für die 
gezielte Auslieferung international bereitliegen. Mit der wachsenden Produktion plant Conti deshalb einen kompletten Neubau für das Fertigwarenlager. Vorgesehen ist fürs kommende Jahr eine neue Halle auf einer Freifläche an der Industriestraße. Diese ermöglicht eine direkte Anbindung ans 
bestehende Werk, erklärt Conti-Logistikchef Horst Limbach. Rund zehn Millionen Euro wird die neue Halle mit rund 20 000 Quadratmetern Fläche kosten, wenn alles nach Plan läuft: private Investoren als 
Bauherrn, die ConTrans-Gruppe als Betreiber, Conti als langfristiger Mieter. Schon gibt es Überlegungen, auch das Verteilzentrum für Zweiradreifen weiter oben am Werksgelände auszubauen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 26. November.

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