Korbach

Conti zieht für 2010 positive Bilanz

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- Korbach (lb). Continental in Korbach hat zum zweiten Mal die Zehn-Millionen-Marke überschritten: Zuletzt produzierte das Werk 2007 so viele Pkw-Reifen wie in diesem Jahr. Ein neuer Rekord ist für 2011 angepeilt.

Kurzarbeit und leere Lagerhallen sind vergessen: 10,2 Millionen Pkw-Reifen wird das Korbacher Reifenwerk bis zum Jahresende herstellen – im Krisenjahr 2009 verließen nur 7,9 Millionen Pkw-Reifen die Werkshallen. Und auch im kommenden Jahr sollen die Maschinen weiter auf Hochtouren laufen: „Wir werden auch in 2011 sehr viel Arbeit haben“, prognostiziert Werksleiter Lothar Salokat. Das Ziel ist ehrgeizig, auf dem Plan stehen 10,9 Millionen Pkw-Reifen bis zum Jahresende. „Das wird eine Herausforderung für das Werk, wir sind dann jeden Tag auf Weltrekordniveau unterwegs“, sagte Salokat.

Gleichzeitig wird das Reifenwerk sein Portfolio auf etwa 720 Artikel ausweiten, das sind rund 80 mehr als im laufenden Jahr. Geplant ist auch, neue Mitarbeiter einzustellen. „Allein im Pkw-Reifen-Bereich werden das rund 20 Stellen sein“, so Salokat. Bereits im laufenden Jahr hat Continental die Belegschaft kontinuierlich wieder aufgestockt. Derzeit beschäftigt das Werk 3200 Menschen, im Vergleich zum Tiefststand im Frühjahr 2009 rund 300 Menschen mehr. Über 50 Leiharbeiter hätten außerdem einen Festvertrag bekommen, sagte der Werksleiter.

Langfristig soll die so genannte „Betriebsvereinbarung zur Standortsicherung“ helfen, die Arbeitsplätze in Korbach zu sichern. Die zum Jahresende auslaufende Vereinbarung wird um fünf Jahre verlängert. Sie lässt über die sogenannte Öffnungsklausel im Tarifvertrag eine Arbeitszeitverlängerung auf 40 Stunden in der Woche ohne Lohnausgleich zu. Auch Conti-Tech will rund zehn Prozent mehr Schläuche produzieren als in diesem Jahr, wie Geschäftsführer Ulrich Spitzer erklärte.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 22. Dezember

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