Kritik am Management des Konzerns

Continental-Vorstand macht in Brandbrief Druck: Auswirkungen auf Korbach unklar

Aus der Vogelperspektive: Das Continental-WErk in Korbach.

Korbach. Der Autozulieferer Continental nimmt nach der jüngsten Gewinnwarnung das Management in die Pflicht und fordert stärkere Anstrengungen. Unklar ist, welche Auswirkungen das auf Korbach hat.

Durch die Herabsetzung der Rendite-Ziele sei viel Vertrauen verspielt worden, schreibt der Vorstand in einem Brandbrief an die Führungskräfte. Laut einem Vorstands-Sprecher ist auch die Gummisparte des Konzerns betroffen. 

Ob der Vorstandsbrief Auswirkungen auf den Standort Korbach hat, lässt er allerdings offen. Auch Werksleiter Lothar Salokat wollte sich am Donnerstag dazu nicht äußern, machte aber deutlich: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ 

In den Standort werde weiter investiert. Neue Produkte im Bereich Nordic-Reifen seien in diesem Jahr erfolgreich eingeführt worden. Der Serienbetrieb im 2016 eröffneten High Performance Technology Center (HPTC) sei angelaufen.

Allerdings habe das Werk im aktuellen Quartal die Pkw-Reifenproduktion etwas gedrosselt. Salokat: „Darauf können wir uns aber gut einstellen.“

Betriebsrat von Continental in Korbach reagiert besorgt

Gleichwohl beobachtet der Betriebsrat in Korbach den Vorstandsbrief mit Sorge. „Wir müssen aufpassen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Jörg Schönfelder am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung. Die Belegschaft mache indes einen guten Job. Außerdem sei 2015 die Vereinbarung zur Standortsicherung bis 2020 verlängert worden. 

Im Video stellt Continental das HPTC in Korbach vor:

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Youtube und wurde nicht von der WLZ produziert.

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