Corona im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altenhilfezentrum unter Quarantäne: Mitarbeiterin an Corona erkrankt - Keine Symptome bei Bewohnern

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Das Evangelische Altenhilfezentrum in Korbach wurde unter Quarantäne gestellt.

Eine Mitarbeiterin des evangelischen Altenhilfezentrums Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist an Corona erkrankt. Das Zentrum steht nun unter Quarantäne.

Das Gesundheitsamt hat für das Evangelische Altenhilfezentrum in Korbach mit derzeit 93 Bewohnern und 102 Mitarbeitern am Freitag Quarantäne angeordnet. Eine Mitarbeiterin wurde positiv auf das neue Coronavirus getestet, nachdem sie Symptome gezeigt hatte.

Zuvor war sie von Montag bis Mittwoch im Dienst. Sie ist unter häusliche Quarantäne gestellt worden, ebenso wie sieben ihrer Kolleginnen und Kollegen. Das teilte die Korbacher Einrichtung am Freitagabend mit.

„Seit Beginn der Corona-Epidemie haben unsere Mitarbeitenden hinsichtlich von Atemwegsinfektionen ein sehr genaues Auge auf unsere Bewohnerinnen und Bewohner. Ihnen geht es gut. Symptome zeigt bisher niemand. Wir hoffen, dass es zu keiner Ansteckung durch die Mitarbeitende gekommen ist“, sagt Marcus Jahn, Einrichtungsleiter in Korbach. 

Die Mitarbeiterin habe im Dienst Schutzkleidung und Maske getragen, auch sei sie sehr umsichtig, was die Hygienevorschriften anbelangt. Alle beruflichen und privaten Kontakte seien ermittelt worden, die Kontaktpersonen vorsorglich unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Durch den Ausfall der Mitarbeitenden musste in der Einrichtung kurzfristig umgeplant werden. Die Dienste seien aber jetzt gut abgedeckt.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner habe die neue Situation zur Folge, dass sie vorsorglich in ihren Zimmern bleiben und dort versorgt würden. Gemeinsame Aktivitäten, insbesondere wohnbereichsübergreifend, seien schon seit geraumer Zeit eingestellt worden. „Angehörige müssen sich keine übertriebenen Sorgen machen“, so Heimleiter Marcus Jahn. "Unsere Hygieneschutz-Maßnahmen sind seit dem ersten Auftreten des Coronavirus genau darauf ausgelegt, eine Infektion bei Bewohnern durch Mitarbeitende zu verhindern. Sollte ein Bewohner Symptome zeigen oder positiv getestet werden, informieren wir sie natürlich sofort.“ Über die neue Situation informiert das Heim derzeit die Angehörigen telefonisch.

„Das wird aber etwas dauern“, so Jahn, „denn in den allermeisten Fällen ist es ja nicht mit einem kurzen Anruf getan: Die Menschen wollen wissen, wie die Lage vor Ort ist und brauchen Zeit, das Gesagte zu verarbeiten.“ Eine Telefonnummer für Nachfragen von besorgten Angehörigen werde eingerichtet.

Von Lutz Benseler

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