Korbach

Damit alle Kinder mitreden können

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- Korbach (resa). Probleme in der Schule sind nur der Anfang: Wenn Kinder mit Migrationshintergrund mit der deutschen Sprache hadern, brauchen sie Unterstützung. Deswegen gibt es in Korbach die Sprachpaten – die suchen jetzt nach Unterstützung.

Ein Mal in der Woche nimmt sich Nikos Förster eine Stunde Zeit. Für den 31-Jährigen ist das kein großer Aufwand, für die kleine Sabine aber eine große Hilfe. Dann nämlich schlüpft der Korbacher in die Rolle des Sprachpaten. Ausgerüstet mit Büchern und Spielen will er das Sprachgefühl der kleinen Korbacherin mit Migrationshintergrund stärken, ihr Sicherheit im Wortschatz geben und so spielend für die Zukunft rüsten.

Die Initiative des Diakonischen Werks und der Evangelischen Jugend gibt es seit 2007. „Wir wollen Kindern, die wegen sprachlicher Defizite Probleme in der Schule haben, helfen“, erklärt Ursula Hartmann-Samiec vom Diakonischen Werk. Mit zwölf Ehrenamtlichen startete die Initiative, inzwischen sind 17 Freiwillige dabei – einer von ihnen ist Nikos Förster.

„Ich wollte mich irgendwo engagieren“, erzählt er, „und beim Diakonischen Werk empfahl man mir die Sprachpaten“. Für den Familienvater ein Glücksgriff, denn dem 31-Jährigen gefällt die Arbeit mit den Kindern. „Manchmal schenke ich meinem Sprachpatenkind einen Gutschein für die Kinderuni“, erzählt er, „gemeinsam mit meinem Sohn nehmen wir dann daran teil“. Ein bisschen Kreativität ist gefragt in diesem Ehrenamt, aber vor allem die Freude an der Arbeit mit Kindern. Die Initiative arbeitet eng mit den Schulen und Kindergärten in Korbach zusammen. Die Lehrer bieten Eltern die kostenlose Sprachpatenschaft an und beraten mit den Ehrenamtlichen über Möglichkeiten, die Kinder in ihrem Sprachgefühl zu stärken.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 24. Februar.

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