Senioren des Pastoralverbunds Korbach zu Nachmittag in St. Marien geladen

Dank für Aufbau der Gemeinde

Korbach - Knapp 100 Senioren erlebten einen stimmungsvollen Nachmittag im Gemeindehaus St. Marien – zum letzten Mal mit Domkapitular Gisbert Wisse.

„Dieser Nachmittag ist ein Dankeschön für die Lebensleistung der Menschen, die Gemeinde und Stadt mit aufgebaut haben“, erklärte Domkapitular Gisbert Wisse. Von den rund 100 Senioren aus dem Pastoralverbund Korbach wurden nur sieben in Waldeck geboren, die meisten wanderten aus dem Sudetenland oder Oberschlesien zu – und wuchsen als Gemeinde zusammen: „Denn bei allen Unterschieden kann niemand alleine leben und glauben“, erklärte Wisse in seiner Predigt. Seit einem Vierteljahrhundert wirkt der Geistliche in der Hansestadt, mittlerweile ist das letzte Vierteljahr vor dem Ruhestand angebrochen. „Ein bisschen komisch fühle ich mich“, bekannte er, doch weder seiner Laune noch der im Saal tat das einen Abbruch. Zwischen Kaffeetrinken und „Schnuddelrunde“ spielten die „Fidelen Mühlhäuser Orgelpfeifen“: Das Publikum sang die Volkslieder mit, schunkelte und ließ sich in den Spaß einspannen – ganz im Sinne von Kaiser Marc Aurel, den der „Reisefrieder“ mit den Worten „Jugend ist eine Geisteshaltung“ zitierte.Besondere Aufmerksamkeit wurde den ältesten Gästen zuteil, allen voran der 95-jährigen Margareta Jörger. Ältester Herr war mit 88 Jahren Johann-Josef Jüttner, das am längsten verheiratete Paar Adolf und Dora Schmidt, die im Januar ihre Eiserne Hochzeit gefeiert haben. Allesamt sind aus verschiedenen Himmelsrichtungen in die Gemeinde zugezogen – um bei der Familie zu sein, wegen der Flucht aus der Heimat oder in Adolf Schmidts Fall, weil er das Weißbrot in der amerikanischen Besatzungszone lieber gemocht habe als das Maisbrot in der britischen. Anklang fand auch der Kuchen, den die Frauen von der Caritas-Konferenz servierten. Der Vorstand hatte den bunten Nachmittag organisiert. (wf)

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