Negativ-Filme verschwinden

"Das Bild verliert an Wertigkeit"

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Die digitale Fotografie hat die analoge Fotografie fast gänzlich verdrängt.

Wer noch vor 20 Jahren eine längere Urlaubsreise unternahm musste sicher sein, genügend Filme für den Fotoapparat im Gepäck zu haben. Seit dieser Zeit hat sich viel verändert und der Negativ-Film verschwindet immer mehr aus dem Alltag.

Die digitale hat die analoge Fotografie in nur wenigen Jahren fast völlig verdrängt. Die schnelle Entwicklung hin zur Speicherkarte überraschte selbst Experten: "Der Film wird irgendwann verschwinden und dieser Prozess geht schneller als gedacht“, sagt Fotograf Artur Worobiow. Er selbst ist im Jahr 2005 auf die die digitale Fotografie umgestiegen.  

Zurückblickend bringt er die analoge Fotografie vor allem mit einem Nostalgiegefühl in Verbindung. Aber auch der Arbeitsablauf eines Fotografen war ein anderer: "Man hat bewusster und sorgfältiger in der Bildgestaltung gearbeitet", sagt er. Hatte man doch nur begrenzte Möglichkeiten, denn zum einen gab der Film ein gewisses Maß an Grenzen vor und zum anderen standen maximal 36 Bilder zur Verfügung, um einen Moment festzuhalten. Außerdem begann nach dem Auslösen des Bildes das Warten auf das Ergebnis.

Im Zeitalter der digitalen Fotografie entfällt dieses Warten: Im Beruf ermögliche die digitale Technik die sofortige Kontrolle des Bildes, sagt Worobiow. Außerdem könnten von Bild zu Bild die Parameter verändert werden. Jedoch verliere das Bild an Wertigkeit, berichtet der Fotograf. (ste)

Was das Verschwinden des Negativ-Films für die Fachhändler bedeutet und wer noch Filme nachfragt lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der Waldeckischen Landeszeitung. 

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