Gemeindevertreter beschließen Erhalt des Nachmittagsangebotes in drei Vöhler Kigas

„Das ist einfach zeitgemäß“

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Werden auch künftig nachmittags betreut: Für die Kindergartenkinder aus Marienhagen, Schmittlotheim und Vöhl bleibt das Ganztagsagebot bestehen, beschlossen die Gemeindevertreter.Archivfoto: Demski

Vöhl - In den Kindergärten Schmittlotheim, Vöhl und Marienhagen sollen Kinder auch künftig nachmittags betreut werden. Das beschlossen die Vöhler Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montagabend.

Am Ende wurde es nochmal knapp: Zehn Ganzjahresverträge pro Kindergarten hatten die Gemeindevertreter im vergangenen Jahr vorgegeben, um das Nachmittagsangebot zu erhalten. Die Kosten waren der Gemeinde über den Kopf gewachsen, nachdem das Angebot nur zögerlich angenommen worden war. 604000 Euro zahlte die Gemeinde jährlich drauf, in Dorfitter wurde die Ganztagsbetreuung bereits gestrichen. Im Oktober stellte die Gemeinde die Kinderbetreuung dann auf privatrechtliche Grundlage um - und schloss eben jene Verträge mit den Eltern. So sollten sowohl Eltern als auch Gemeinde Planungssicherheit bekommen.

In Marienhagen war die Frage relativ schnell geklärt: 13 Eltern unterschrieben den Vertrag. Schmittlotheim und Vöhl, die im vergangenen Jahr bereits kurz vor der Streichung des Ganztagsangebotes gestanden hatten, zogen nach: Zehn Verträge in Schmittlotheim und neun Verträge in Vöhl lautete die Bilanz am Montag. „Aber der zehnte Vertrag in Vöhl ist fast unter Dach und Fach“, erklärte Bürgermeister Matthias Stappert. Das überzeugte auch die Gemeindevertreter: Ohne Widerspruch gaben sie ihre Zustimmung für den Erhalt des Angebots in den drei Vöhler Kindergärten.

„Wir haben uns von Anfang an um den Paragrafen gesorgt, der den Erhalt des Angebots von zehn Verträgen abhängig machte“, erinnerte Volker König (SPD), „umso erleichterter sind wir, dass es geklappt hat.“ Denn das Ganztagsangebot sei ein „wichtiger kommunaler Beitrag für die Vereinbarkeit für Familie und Beruf.“

Auch Hermann Kubat (CDU) zeigte sich zufrieden: „Wir können stolz darauf sein, dass wir die Voraussetzungen geschaffen haben, um dieses Angebot nun mit Planungssicherheit erhalten zu können.“ Auch Jochen Dohl (FWG) blickte zufrieden auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres und die Umstellung auf die privatrechtliche Grundlage der Kinderbetreuung zurück: „Das haben wir gut auf die Reihe bekommen.“ Für ein Jahr ist die Betreuung nun ganztags gesichert, dann wird weiter gesehen. Susanne Kubat (BI Grüne Liste) stellte schließlich fest: „Diese Entscheidung ist einfach zeitgemäß.“

Von Theresa Demski

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