Ederbringhäuser Bauunternehmen zahlungsunfähig

Denhof meldet Insolvenz an

Vöhl-Ederbringhausen - Die Hiobsbotschaft für die derzeit 22 Arbeitnehmer und den einen Auszubildenden kommt mitten im ohnehin harten Bauwinter: Das Ederbringhäuser Bauunternehmen Denhof hat am Donnerstag beim Amtsgericht in Korbach Insolvenz angemeldet.

Ein konjunkturell schwieriges Umfeld ist offenbar die Ursache dafür, dass das 1903 gegründeten Familienunternehmen in die drohende Zahlungsunfähigkeit gerutscht ist. „Nach Aussagen der beiden Geschäftsführer Heinz und Volker Denhof konnte das Unternehmen auf dem Markt keine auskömmlichen Preise mehr erzielen“, erklärte auf Nachfrage von WLZ-FZ der Rechtsanwalt Hartmut Mitze (Frankenberg), den das Amtsgericht als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt hat.

Bereits seit Januar hätten die Mitarbeiter keinen Lohn mehr erhalten, so Mitze. Durch das von der Arbeitsagentur gezahlte Insolvenzgeld seien die Löhne jetzt bis zum 31. März gesichert, durch eine Anrechnung der saisonalen Kurzarbeit in den Wintermonaten möglicherweise auch darüber hinaus. Mitze informierte die Beschäftigten gestern in einer Mitarbeiterversammlung über die Lage.

Der Betrieb solle derzeit vollumfänglich weitergeführt werden, alle Aufträge würden abgearbeitet, sicherte der vorläufige Insolvenzverwalter zu. Das eigentliche Insolvenzverfahren wird voraussichtlich am 1. April eröffnet. Bis dahin würden alle Sanierungsmöglichkeiten ausgelotet und - soweit möglich - auch eingeleitet.

Die seit 110 Jahren bestehende Baufirma hatte laut Mitze in besseren Tagen zeitweise rund 40 Mitarbeiter beschäftigt, das Doppelte der aktuellen Belegschaftsstärke.(lb)

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