Abschlussfeier der Louis-Peter-Schule in der Stadthalle

„Der Lehrer ist kein Zauberkünstler“

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Jahrgangsfoto auf dem Schulhof: Die Abschlussklassen der Louis-Peter-Schule.Fotos: Kobbe

Korbach - Für 144 Schülerinnen und Schüler endete gestern ein wichtiger Lebensabschnitt: Der Abschlussjahrgang 2014 wurde aus der Louis-Peter-Schule verabschiedet.

110 Realschüler und 34 Hauptschüler haben die LPS verlassen, drei von ihnen haben keinen, drei nicht den angestrebten Abschluss erreicht. Im Mittelpunkt der Abschlussfeier in der Stadthalle standen insgesamt vier Realschul- und eine Hauptschulklasse sowie Schüler, die in einer sogenannten SchuB-Klasse (Schule und Betrieb), den Hauptschulabschluss bereits in der achten Klasse erhalten haben.

„Auf die Veränderungen dürft ihr euch freuen“, sagte Schulleiter Michael Gering in seiner Rede. Ein Teil der Abschlussschüler will weiterführende Schulen besuchen. Viele beginnen bald eine Berufsausbildung. Die Louis-Peter-Schule habe alle mit dem „Schlüssel zu den Schlössern der Zukunft“ ausgestattet, für Reife, Wissen und Bildung gesorgt.

„Der Lehrer ist kein Zauberkünstler, sondern ein Gärtner“: Ausgehend von diesem Zitat des Schriftstellers Erich Kästner (1899 bis 1974) ordnete Gering Schulzeit und Schulbetrieb, aber auch die bildungspolitischen Rahmenbedingungen in dieses sprachliche Bild ein.

Die Chancen nutzen

Klassenlehrer Lars Grebe nahm in seinem Beitrag einen Perspektivwechsel vor und schilderte typische Situationen aus dem Unterrichtsalltag. „Was habe ich eigentlich von den Schülern gelernt?“, fragte er. Erstaunlich viele Dinge seien es gewesen. Etwa, dass Menschen sich ändern, sich überwinden und kämpfen können oder dass „Land, Haut und Glaube meine Schüler nicht trennen – das lässt mich hoffen“.

Am Ende seiner emotionalen Rede, die er als persönliche Premiere bezeichnete, empfahl Grebe den Schülerinnen und Schülern, sich immer zu bemühen, „eine fundierte Meinung zu bilden“. Denn „Gleichgültigkeit ist ein Ungeheuer, das in jedem von uns steckt.“

Ein wichtiges Ziel wie das Abschlusszeugnis zu erreichen, verlangt viel Einsatz: „Dieses Jahr war es hart für uns“, resümierten die Schulsprecher Julia Dering und Mümtaz Demiragac. Ihr Dank galt insbesondere Lehrern und Schulleitung.

„Nutzen sie ihre Chancen“, rief Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf den Schülern zu, „Sie werden alle gebraucht, um die Zukunft des Landkreises mitzugestalten.“ Zunächst böte der „hochspannende Übergang“ vom Schul- ins Berufsleben aber auch die Gelegenheit, sich neu zu orientieren oder etwas auszuprobieren.“ Ihm sei es selbst nicht anders gegangen, verriet Deutschendorf.

Bürgermeister Klaus Friedrich wünschte den Schulabgängern für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg „viele Siege, wenig Unentschieden und keine Niederlagen“. Sein Ratschlag: „Nehmt es sportlich, bleibt euch treu und immer fair“.

Bildung vermittelt Fachwissen „und eine innere Haltung“, die vor allem vom Respekt gegenüber den Mitmenschen geprägt ist, führte Dekanin Eva Brinke-Kriebel in ihrem Grußwort aus. „Haltet an euren Idealen und Träumen fest“, legte sie den jungen Erwachsenen ans Herz.

Auch Fouls und Fehlpässe

„Gott will, dass jeder Mensch gewinnt“, bekräftigte Domkapitular Gisbert Wisse in seinem Grußwort. Doch wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft seien auch im wahren Leben Fouls, Abseitsfallen, Fehlpässe und auch Eigentore nicht zu vermeiden. Er gratulierte den Schülern der wichtigste Schule im Landkreis. Denn sie würden zumeist in Waldeck-Frankenberg ihr Berufsleben starten.

Beiträge für das Rahmenprogramm der Abschlussfeier lieferten die LPS-Trommelgruppe (Leitung Nils Holzkamp), die Klasse 7c mit einer „Stomp“-Aufführung, Sängerin Janina Filippi und „Darlen M.“ mit einem Text „zum Abschied“.

Abschluss in sechs Klassen

Klasse 9a: Artur Beck, Kader Coskun, Hemely Denk, Semih Erez, Daniel Geringer, Sefa Gökhan, Fatih Hacan, Maxim Heinrich, Vadim Koschewich, Patricia Kümmel, Ayse Özgan, Kristina Rein, Lilia Sagainov, Vera Smehov, Dilara Tatli, Denis Warkentin, Cagdas Yavuz;

9SchuB: Jan-Luka Brandt, Mümtaz Demiragac, Lisa Dietrich, Samanta Dolgich, Janik-Luka Emmrich, Vanessa Fieseler, Alexander Fleck, Fabian Göbel, Markus Herdt, Lisa-Michelle Kirsche, Sascha Kloß, Laura-Sophie Luck, Adrian Menzel, Melissa Moskopp;

10a: Hirisha Bajrami, Alina Bangert, Wolf Böhme, Patrick Borchert, Lynn Brieden, Steven Burger, Alexander Diester, Johannes Drews, Marcel Focher, Marvin Fritsch, Nick Göbel, Lucas Griesche, Franziska Herrmann, Kathrin Heuer, Kristina Katskovich, Julia Keil, Vanessa Kreuser, Marcel Lehnigk, Eileen Manthey, Pascal Raab, Tugce Sengül, Patrick Strube, Devon Justin Tettenborn, Leonie Tripp, Marco Vogel, Raphael Weber;

10b: Male Adamietz, Fatih Albayrak, Liz Bischoff, Corvin Fabera, Dennis Finaschin, Kelvin Fischbein, Alina Gerink, Erik Grenz, Luisa Hildebrand, Christian Höhle, Marco Kesting, Miriam Kunkel, Jan Lammers, Sabrina Leitschuh, Jürgen Lorer, Nils Mast, Sonja Meier, Ramona Mertens, Jule Moseler, Carina Neige, Tabea Rabe, Sandro Saborowski, Lisann Schäfer, Lars Schaper, Pauline Scheidemann, Joshua Sturm, Maria Sucharew, Hendrik Wilke;

10c: Lisa-Sophie Back, Albert Bekwinknoll, Sergej Cheberenchuk, Christina Deminenko, Amber Despotovic, Adil Durakovic, Marvin Fisseler, Marcel Freudenstein, Sebastian Gleim, Receb Mustafa Görenekli, Marcel Hehr, Stefan Herbolt, Emine Karamikli, Jaqueline Kersten, Julian Köchling, Alexander Kolb, Benjamin Kosa, Christian Kuhaupt, Alina Kuschlak, Julio Mrinaj, Stefanie Nickel, Esma Özel, Inga Pohlmann, Sivan-Lukas Riesner, Maik Schüttler, Armin Simaitis, Monika Spitzer, Mehmet Tahtakin, Kathrin Weiß, Julian Westmeier;

10d: Mel-Wayne Bollien, Nazli Demiragac, Sarah Emde, Anja Tamara Erk, Julian Gattschau, Serife Gökoglan, Elisabetha Grekos, Johannes Kaschubin, Tobias Kaufmann, Giulia Litschel, Alexander Litvinov, Michelle Macioszek, Michelle Mai, Mümin Mulcar, Dimitri Neuwirt, Victoria Ril, Melissa Ritz, Samantha Roskamp, Jenny Schneider, Benjamin Spitzer, Joline Strauch, Leon Töws, Kons­tan­tin Trostin, Anita Wilwald, Bartosz Edward Wyszynski, Patrycia Zofia Zajczek.

Von Thomas Kobbe

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