Jugendliche überzeugen auf Weihnachtsfeier der Lelbacher Vereine

„Der Nikolaus hat ‘ne Macke“

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Korbach-Lelbach - Jung und Alt zusammenbringen. Das wollen die Lelbacher Vereine mit ihrer jährlichen Weihnachtsfeier erreichen. Das hat am Wochenende sehr gut funktioniert.

Rund 200 Gäste, vom Kind bis zum Senior, waren am Samstagabend in die Homberghalle gepilgert. Dort veranstalteten der Turnverein, der Gemischte Chor, der Musikverein und die Freiwillige Feuerwehr Lelbach die Weihnachtsfeier. Ortsvorsteher Manfred Schatz freute sich besonders über die Gäste, die zu Weihnachten zurück in die Heimat gekommen waren und den Abend auf der Weihnachtsfeier verbrachten.

Begrüßt wurden die Zuschauer vom Musikverein und vom Gemischten Chor mit weihnachtlichen Klängen. Das Fest der Liebe war auch Thema in den beiden Theaterstücken, die Lelbacher Jugendliche seit Anfang Oktober einstudiert hatten. In „Der verschwundene Sack“ mussten sich die Wachtmeister Sebastian Hessel und Tamara Behle auf der Lelbacher Polizeistation mit dem Nikolaus (Michael Rohde) auseinandersetzen.

Der hatte seinen Sack und somit auch die Geschenke verloren. „Der hat doch ‘ne Macke weg“ war der Kommentar der Polizisten. Dabei war der Mann im roten Kostüm doch stilecht im Schlitten angereist – gezogen von erwachsenen Lelbachern verkleidet als Rentiere. Noch dazu stand das Gefährt im Halteverbot. Helfen konnten dann schließlich Philipp Kramer, Julian Gottschau und Tobias Schäfer, die dem Nikolaus einen neuen Sack vorbei brachten.

Wenig besinnlich ging es zunächst im zweiten Stück „Das Weihnachtsekel“ zu. Alois Singler (gespielt von Malte Niem) bezeichnete sich selbst als weihnachtskrank. Alles was auch nur im Ansatz mit dem Fest zu tun hat, machte ihn nur noch zorniger. Also überlegten sich Ehefrau (Luisa Figge) und Kinder (Robin Köhler und Sina Ruland) etwas: Sie feiern Anti-Weihnachten mit Grillparty im Garten, Oster-Dekoration und Erntedank-Karten für die Verwandten. Unterstützung erhielten sie von Jannik Göbbeler. Sofie Grabarz, Christian Emde und Marie Jesinghausen. Das alles ging dem Griesgram dann doch zu weit und am Ende feierten alle zusammen ein besinnliches Weihnachtsfest.

Die Gruppen brachten zwei Mal gelungene Unterhaltung auf die Bühne. Anhand der Outtakes aus den Proben war zu sehen, welche Entwicklung die jungen Amateurschauspieler genommen hatten. Aus Diskussionen in monotoner Tonlage wurde ein glaubwürdiger Wutanfall. Dafür gab es den verdienten Applaus des Publikums. Als Präsent hatte der ehemalige Ortsvorsteher Otto Rohde für alle Darsteller und die Leiterinnen Claudia Emde, Michaela Kuhnhenn sowie Astrid Oehl Holzsterne entworfen.

Der guten Stimmung eins drauf setzte die Sketchgruppe. Was passieren kann, wenn sich drei Männer beim Verrichten eines dringenden Bedürfnisses hinter einer Mauer treffen, war Thema des ersten Sketches. Zudem warfen sie einen Blick in die Zukunft, wo sich zwecks Sparmaßnahmen Pflegebedürftige vom Handtuch bis zum Toilettenpapier alles teilen.(tt)

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