Edertalerin zeigt ihre Kollektion im Korbacher Museum

Fair, bio, nachhaltig: Das ist die Mode von Johanna Betz

+
Vier Männer und acht Frauen zeigten die Kleidung auf dem Laufsteg im Museum.

Mit so viel Andrang hatten die Organisatoren nicht gerechnet: Zur Ausstellung der fair und nachhaltig produzierten Mode von Johanna Betz kamen so viele Zuschauer ins Korbacher Bonhage-Museum, dass die Models kurzerhand bei zwei Schauen über den Laufsteg liefen.

Die 28-jährige Betz freute sich darüber, dass sich so viele Menschen für die Business-Kleidung interessieren, die aus Bio-Baumwolle aus Uganda in Österreich genäht wird. „Ich bin wirklich überwältigt“, sagte sie.

Hemden und Blusen, Kleider, Blazer und Jacketts ihres Labels „Peaceman’s daughter|son“ zeigten acht Frauen und vier Männer auf dem Laufsteg. Höhepunkt und besonderer Blickfang: ein Hochzeitskleid. Moderiert wurde die Show mit pfiffigen Sprüchen vom Edertaler Comedian Pierre Schäfer, die passende Musik kam von DJ Ulf Kramer aus Kassel. Viel Applaus gab es immer wieder vom Publikum.

Höhepunkt der Show: ein Brautkleid.

Wie die Kleidung von Johanna Betz entsteht, darum ging es im Anschluss in einem Bildvortrag. Im vergangenen November besuchte die Edertalerin „ihre“ Bio-Baumwoll-Bauern im afrikanischen Uganda. „Es ist mir wichtig, die Menschen zu kennen“, sagte sie im Vorfeld im Gespräch mit der Waldeckischen Landeszeitung. Sie möchte wissen, wohin das Geld fließt und das sollen auch die Kunden wissen.

Und nicht nur das: Ein ganz wichtiger Aspekt ihrer Arbeit, so betont sie, sei die Wertschätzung der Menschen, die die Kleidung herstellen.

Faire Produktionsbedingungen und Löhne sind ebenso wichtig wie die Qualität für ihr Label "Peaceman's daughter|son". So seien die Stoffe komplett frei von Plastik, denn das solle nicht im Meer landen, sagte sie im Vortrag. Den kompletten Weg des Stoffs, angefangen mit der Ernte, skizzierte die Unternehmerin für die Besucher im Museum.

Neben Kleidern gibt es auch Blusen, Hemden, Blazer und Jacketts.

In der Sonderausstellung „Gib Stoff!“, in dessen Rahmen die Modenschau stattfand, gibt es noch bis Sonntag, 9. Februar, viel Wissenswertes rund um das Thema Stoff zu erfahren. Auch ausprobieren können sich die Besucher in der Mitmachausstellung.

An einer Wand wird der Blick gerichtet auf die Mode von Johanna Betz. Stoffproben gibt es dort zu ertasten, Fotos aus Uganda und aus der Näherei in Österreich zu sehen und alle Infos rund um ihr Label und ihre Mission.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare