Der Leiter der Upländer Jugendherberge zieht Bilanz und wirft einen Blick nach vorn

Deutlich mehr Übernachtungen

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Zu den Stammgästen der Upländer Jugendherberge zählen junge Japaner aus Düsseldorf.

Willingen-Schwalefeld - Eine deutliche Steigerung der Übernachtungszahlen wurde in diesem Jahr in der Upländer Jugendherberge erzielt. Der Leiter des Hauses, Tino Herbst, stellte jetzt die aktuelle Entwicklung vor.

Herbst übernahm im Mai des vergangenen Jahres zunächst kommissarisch die Leitung der hoch über Schwalefeld gelegenen Herberge; seit Juli 2012 trägt er offiziell die Verantwortung. Er ist 31 Jahre alt und damit hessenweit der jüngste Jugendherbergsleiter. Zu seinem Team gehören zehn Mitarbeiter, die sich um das Wohl der Gäste und um den Gebäudekomplex kümmern.

Nach Herbsts Recherchen wurden in der Schwalefelder Herberge früher in der Regel zwischen 15 800 und 16 800 Übernachtungen erzielt. 2010 stieg die Zahl auf über 17 000, 2012 auf rund 17 300. „In diesem Jahr liegen wir aktuell bei 18 035 Übernachtungen. Bis zum Jahresende dürften es rund 18 200 Übernachtungen werden“, so der Herbergsleiter im Gespräch mit der Waldeckischen Landeszeitung. Das entspricht einer Auslastung von über 38 Prozent. Verglichen mit anderen Jugendherbergen ähnlicher Größenordnung gehört der Schwalefelder Betrieb damit von der Übernachtungszahl her zu den „Top 5“ in Hessen. Herbst führt die Steigerung auf verstärkte Werbung zurück, vor allem aber auch auf das Feriencamp der Deutschen Post, das im Sommer zwei Wochen lang für eine gute Belegung sorgte. Ansonsten ist das Publikum international. So kommen regelmäßig japanische Jugendliche aus Düsseldorf sowie englische Schüler aus Duisburg und Köln ins Haus, außerdem sehr viele Familien, Sportvereine und Schulklassen, vor allem Kinder und Jugendliche vom fünften bis achten Schuljahr. Herbst bemüht sich verstärkt darum, auch Grundschulklassen anzusprechen und für Ausflüge ins Upland zu gewinnen.

In diesem Jahr wurden knapp 100 000 Euro in die Verbesserung der Technik und Sicherheit investiert. Beispielsweise wurden die von Käfern befallenen Bäume im Bereich der Zufahrt gefällt und die Fernleitung für die Heizungsanlage wurde erneuert. 2014 steht die Sanierung der Küche an. Großen Handlungsbedarf sieht Tino Herbst ferner im Bereich eines der drei Bettenhäuser, das aus seiner Sicht dringend saniert werden muss. Er verweist in diesem Zusammenhang auf Familien, die in andere Jugendherbergen abwandern, da sie Wert auf eine eigene Nasszelle legen - und auf acht Wasserrohrbrüche in den letzten anderthalb Jahren. „Ich bin optimistisch, dass sich da in den nächsten fünf Jahren was tun wird.“

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