Korbach

Von deutsch-russischer Herzlichkeit

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- Korbach (sp). Mit einem bunten Liederreigen präsentierten sich die „Singenden Frauen“ aus Korbach am Wochenende ihrem Publikum.

Als ich die Tür des Gemeindehauses der Markusgemeinde öffne, strömt mir der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen entgegen. Eine Frau in einer bunt gemusterten, fröhlich wirkenden Tracht begrüßt mich herzlich. Vorbei an vielen anderen Damen in ähnlichen Trachten führt sie mich in den bereits gut gefüllten Saal des Gemeindehauses der Markusgemeinde.

Auch hier schwappt mir sofort eine angenehme, herzliche Atmosphäre entgegen. Die Kaffeetafeln sind mit Gebäck und frischen Blumen geschmückt, die Gäste unterhalten sich ausgelassen. Neben dem deutsch-russischen Stimmengewirr dringt leise, aber fröhliche Musik an mein Ohr. Sie schallt von der mit traditionell russischen Tüchern geschmückten Bühne zu mir rüber. Noch ist es der CD-Player, der da läuft. Allerdings ändert sich dies schnell.

Denn nun betritt die Frau, die mich anfangs so herzlich begrüßte, mit 17 anderen Damen die Bühne. Sie alle gehören dem Frauenchor „Singende Frauen“ an, der dieses Jahr sein fünfjähriges Bestehen feiert. 2006 hatten sich die Frauen, die aus unterschiedlichen Regionen der ehemaligen Sowjet­union nach Deutschland gekommen sind, unter Leitung von Irina Hazke und Ella Ritter zusammengeschlossen, um auch in der neuen Heimat die Erinnerungen an ihr einstiges Zuhause aufrechtzuerhalten.

Durch ihren Gesang wollen sie die deutsche und die russische Lebensweise verbinden, die eine Kultur in die andere integrieren, eine Brücke zwischen der neuen und der alten Heimat bauen. Und scheinbar scheint ihnen dies hervorragend zu gelingen. So lobt Bürgermeister Klaus Friedrich: „Sie sind eine der lebendigsten Bereicherungen des Korbacher Lebens.“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 19. April.

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