Mehr als 300 Gäste beim Waldecker Landfrauentag · Shanty-Chor und Lach-Yoga sorgen für gute Stimmung

„Die Augen auf und fröhlich sein“

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Gute Stimmung beim Landfrauentag: Landrat Dr. Reinhard Kubat und Bezirksvorsitzende Elke Jäger kamen beim Kaffeetrinken ins Gespräch – ebenso wie rund 300 Landfrauen aus dem Waldecker Land. Die Berndorfer Landfrauen hatten für bunte Frühlingsboten gesorgt.

Korbach - Kinder lachen 400 Mal am Tag, Erwachsene nur 15 Mal: Höchste Zeit, das zu ändern, befanden die Waldecker Landfrauen und luden zum Landfrauentag in die Stadthalle nicht nur eine Lachyoga-Lehrerin ein, sondern auch den Edersee-Shanty-Chor Waldeck.

Der heimliche Glanzpunkt des Waldecker Landfrauentages waren in diesem Jahr ausnahmsweise die Männer: Schon als die fröhlichen Matrosen des Edersee-Shanty-Chores Waldeck zum ersten Lied anstimmten, sprang der Funke ins Publikum über. Mehr als 300 Landfrauen aus dem Waldecker Land schunkelten, wippten und klatschen gut gelaunt mit.

Traditionell lädt der Bezirksvorstand um Vorsitzende Elke Jäger die Landfrauen im Frühling zu Geselligkeit und Kuchen ein. Viele Frauen aus dem nördlichen Teil des Landkreises waren der Einladung gefolgt - dazu viele Ehrengäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Und bevor die Sänger des Chores noch eine musikalische Schüppe drauf legten, besann sich Elke Jäger auf die Wurzeln: „Wir sind keine reiselustigen, kaffeetrinkenden Bienen“, befand die Waldecker Landfrau, „wir vertreten die Frauen im ländlichen Raum, bewahren die Tradition und wecken Interesse für Neues“. 634 Veranstaltungen standen im vergangenen Jahr auf dem Programm, 5345 Teilnehmerinnen waren dabei, politische Kämpfe wurden gefochten, Schulklassen unterstützt.

Auch die neue Präsidentin der Landfrauen in Hessen, Hildegard Schuster, motivierte die Frauen: „Wir brauchen Frauensolidarität“, befand sie. Frauen im ländlichen Raum müsse ein Sprachrohr gegeben, die Lebensqualität gehalten werden. Elke Jäger fasste zusammen: „Die Augen auf und fröhlich sein, das sind die Landfrauen“.

Passend dazu hatte der Bezirksvorstand dann auch jemanden als Referentin eingeladen, die Fachfrau auf dem Gebiet der Fröhlichkeit ist: Physiotherapeutin Christine Padecken aus Reinhardshausen erzählte aus ihrem Alltag als Lachyoga-Trainerin und animierte die Frauen zum Mitmachen. „Beim Lachyoga lachen wir ohne Grund“, erklärte die Fachfrau und versprach gesundheitliche Verbesserungen durch die „fröhlichste Heilmethode der Welt“. Allerdings müsse man dazu den Verstand ausschalten. Und so schallten schließlich laut „ha, ha, ha“ und „ho, ho, ho“ durch den Raum, um die Lachmuskeln zu bemühen und dem ahnungslosen Gehirn zu signalisieren: Es wird gelacht. Von der Körperhaltung bis zur Atemtechnik reichte der Schnellkurs im „Lachyoga“.

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