Heimgeleuchtet

Grippewelle

Korbach - Überall Schniefnasen, Husten und tränende Augen. Wie ein Tsunami rollt die Grippewelle heran – und hatte offenbar die Post schon früher als alle anderen bei uns in Korbach erwischt.

Jedenfalls ließ ein gelber Sprecher verkünden, der Krankenstand unter den Briefzustellern sei gigantisch, und deshalb habe die Post in etlichen Korbacher Bezirken tagelang auf sich warten lassen. Na ja, hoffentlich haben wir uns nun nicht verspätet alle beim Brieföffnen angesteckt. Denn die Bazillen und Viren können ja überall lauern – am Lichtschalter, an Türgriffen, an den Einkaufswagen und selbst beim Lesen der Apotheken-Umschau in ärztlichen Wartezimmern sind wir vor Influenza nicht gefeit. Weiß ja keiner, ob da nicht ein Patient vorher schon mal kräftig zwischen die Seiten der Rentner-Bravo geniest hat.Apropos: Da oben im Kreishaus scheinen ja unzählige Politiker plötzlich vom Büchervirus infiziert worden zu sein. Nur weil der Schweizer Stifter der vielen völlig unbekannten Brehm-Bibliothek im Arolser Schloss zwei Millionen Euro aufgerufen hat, soll das Geld für weitere Bücher auch fließen. Ich frage mich, was passiert wäre, wenn der Stifter vier Millionen Euro gefordert hätte. Jedenfalls meinte ein alter Korbacher neulich zu mir, man sollte lieber den gesicherten Bestand an Büchern in die fürstliche Bibliothek übertragen – und die zur Brehm-Sammlung gehörenden teuren Uhren an die Kreistagsabgeordneten verteilen. Damit sie wenigstens in Zukunft wissen, was die Stunde geschlagen hat …

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