Sanierung der St.-Johannis-Kirche schreitet voran · Spenden sind weiterhin willkommen

„Die Kirche liegt vielen am Herzen“

Diemelsee-Adorf - Gut Ding will Weile haben: Die romanische Adorfer St.-Johannis-Kirche wird seit 2008 Schritt für Schritt saniert. Nun wurde der zweite Bauabschnitt abgeschlossen.

Seit fast einem Jahr sind Teile der dreischiffigen Pfeilerbasilika von einem Gerüst bedeckt. Diese Zeit ist nun vorbei. Der zweite Bauabschnitt im Rahmen der grundlegenden Sanierung des Adorfer Gotteshauses ist abgeschlossen. Nach den Arbeiten am Turm 2008 war nun das Mittelschiff an der Reihe.

„Insgesamt wurden 119 500 Euro für den zweiten Bauabschnitt investiert“, sagt Pfarrer Sascha Biehn-Tirre. 85 700 Euro steuerte die Landeskirche bei, 31 500 Euro der Kirchenkreis und 2300 Euro wurden vor Ort erbracht. Bereits im vergangenen Jahr haben die Handwerker in die Dachbalken Metallstäbe eingesetzt, da sich das Dach bei Temperaturschwankungen zu stark bewegte. Zudem wurden teilweise neue Schieferplatten angebracht.

Ein Problem in der Vergangenheit sei auch die defekte Regenrinne gewesen. „Das Wasser lief nicht mehr optimal ab und hat teilweise die Fugen ausgespült“, erklärt Biehn-Tirre. So wurde die Rinne nun auf einer Gesamtlänge von 32 Metern erneuert und die Fugen ausgebessert.

Seitenschiffe auf dem Plan

In einem weiteren Arbeitsschritt haben die Handwerker die Fenster instand gesetzt. Vor allem wurde aber auch die Mauer-Krone ausgebessert. Hier half ein Betrieb kurzfristig mit Adorfer Naturstein aus. Für das schnelle und unkomplizierte Handeln ist Biehn-Tirre dankbar. Im Endeffekt war der zweite Bauabschnitt umfangreicher also zuvor eingeplant, während der Arbeiten seien weitere Schäden entdeckt worden.

„Die St.-Johannis-Kirche liegt vielen am Herzen, das merke ich immer wieder in Gesprächen“, so der Pfarrer. Deshalb freue er sich, dass es Schritt für Schritt mit der Sanierung vorangehe. Wann der nächste Bauabschnitt angegangen werden kann, steht noch nicht fest. Derzeit werden Untersuchungen der Seitenschiffe ausgewertet. Bevor die Handwerker anfangen können, muss zudem erst die Frage der Finanzierung geklärt werden. „Wir geben bei der Kirche nur Geld aus, das wir haben. Da arbeiten wir anders als manche Kommune“, verdeutlicht Biehn-Tirre.

Die evangelische Kirche aus dem 12. Jahrhundert stehe beim Kirchenkreis an erster Stelle, was die Sanierung betrifft. Ob das so bleibt, wenn die Kirchenkreise Eisenberg und Twiste zusammengelegt werden, kann der Adorfer Pfarrer nicht sagen. „Deshalb sind wir weiter auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.“ Um an Spenden zu kommen, organisiert der „Förderverein Kirche Adorf“ verschiedene Veranstaltungen, heute tritt zum Beispiel Kabarettist Lüder Wohlenberg um 20 Uhr in der teilsanierten Kirche mit dem Programm „Spontanheilung! - Wunder gibt es immer wieder“ auf.

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