Heimische Himalaya-Initiative dankt für Unterstützung und bittet weiter um Spenden

„Die Menschen in Nepal brauchen Hilfe“

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Rettungskräfte suchen nach dem erneuten starken Erdbeben am 12. Mai in Kathmandu nach Überlebenden. Mehr als 20 Menschen kamen um. 17 Tage zuvor waren bei einem Erdbeben, das weite Teile des Landes zerstörte, mehr als 8000 Menschen gestorben.

Korbach/Lichtenfels - Die Menschen in Nepal kommen nicht zur Ruhe. Kaum hatten sie etwas Kraft gesammelt, bebte die Erde am vergangenen Dienstag erneut. Die heimische Himalaya-Initiative dankt unterdessen für großzügige Spenden – und bittet weiter um Hilfe.

Seitdem Nepal Ende April von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde, ist Sybille Courtin aus Dalwigksthal im Einsatz, um Hilfsgelder für die notleidende Bevölkerung in Nepal zu organisieren. Sie ist Vorsitzende des Vereins „Himalaya-Initiative für Bildung“, der seit 2009 intensive Beziehungen nach Nepal pflegt.

Als Reaktion auf einen Artikel in der WLZ-FZ am 28. April erlebte der Verein „eine für uns unerwartet großzügige Unterstützung, wofür wir allen Spendern herzlich danken“, erklärt Sybille Courtin, die an der Alten Landesschule in Korbach unterrichtet. Das Geld, das auf das Konto des Vereins geflossen ist, wird direkt in Hilfsgüter vor Ort investiert, erklärt Courtin. „Durch unsere engen Kontakte werden wir fast täglich über die aktuelle Lage in einigen vom Erdbeben betroffenen Regionen informiert. Wir entscheiden direkt mit unseren Partnern vor Ort, wo uns wie die Spenden eingesetzt werden“, erklärt die Lehrerin.

Derzeit liege der Schwerpunkt ihrer Arbeit bei der Akuthilfe – die Versorgung mit Nahrungsmitteln wie Reis und Salz, Medikamenten, Zelten und Decken, erklärt Courtin. „Unsere Kontaktpersonen vor Ort fahren jedes Wochenende selbst in die betroffenen Erdbebengebiete und sind bei der Zuteilung an Bedürftige persönlich anwesend“, betont Sybille Courtin.

„Da im ganzen Land rund 24000 Klassenzimmer durch das Erdbeben zerstört wurden und rund eine Million Schulkinder ohne Dach über dem Kopf leben, wird es nach der akuten Hilfe vor allem wichtig, die Schulklassen wieder aufzubauen, und daran werden wir uns mit unserer Initiative beteiligen“, erklärt die Dalwigksthalerin.

Noch allerdings ist an Wiederaufbau nicht zu denken – kaum hatten die Menschen in Nepal wieder etwas Kraft gesammelt, ereilte ihr Land Anfang dieser Woche ein weiteres Erdbeben. Aus Nepal erhielt sie die Nachricht: „Die Angst ist wieder zurück in Nepal. Menschen bleiben draußen und übernachten im Zelt. ... Die Schule bleiben in Nepal bis 30. Mai geschlossen. Die Menschen in Nepal brauchen Ihre Hilfe. Wir werden versuchen Sie auf dem Laufende zu halten. Pray for Nepal.“ Spenden sind also nach wie vor nötig.

Spenden für Nepal

Spenden an die Waldeck-Frankenberger „Himalaya-Initiative für Bildung“ sind auf folgendes Konto möglich: Sparkasse Wal-deck-Frankenberg DE 65 5235 0005 0005 0585 24unter dem Stichwort „Erdbeben“.

Bei Spenden bis 200 Euro genügt der Überweisungsträger zur Vorlage beim Finanzamt. Bei Spenden in Höhe von über 200 Euro wird eine Spendenbescheinigung automatisch zugesandt, wenn die Adresse des Spenders vorliegt.

Der als gemeinnützig anerkannte heimische Verein „Himalaya-Initiative für Bildung“ engagiert sich für die Ausbildung junger Menschen in Nepal und fördert die Weiterbildung von Lehrkräften.

Die Kontaktpersonen vor Ort sind Dr. Rishi Koirala, sein Bruder Badri Koirala und Dr. Misant Dhakal, alle vom Ayurveda Health Home in Kathmandu.

Im August wird Sybille Courtin wieder zu den Projektpartnern in die Himalaya-Region fahren und sich selbst ein Bild von der Situation machen. Sie bittet weiterhin um Spenden für den Wiederaufbau.

Von Marianne Dämmer

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