Bedarf soll geklärt werden · Standort am Köppelken stößt auf wenig Gegenliebe

Diskussionen über Grillhütte

Willingen - Der vom Willinger Ortsbeirat ins Auge gefasste Standort für den Bau einer Grill- und Schutzhütte stößt bei den Vertretern der örtlichen Vereine auf wenig Gegenliebe.

Wie bereits berichtet, gab es früher eine Grillhütte am Köhlerhagen. Sie ist in den 70-er Jahren abgebrannt und wurde nicht ersetzt. Die Schutzhütten auf dem Orenberg und dem Fidele-Brüder-Platz existieren auch nicht mehr. Es sei kein Ersatz, die Grillhütten in den anderen Uplanddörfern zu nutzen, erklärte Ortsvorsteher Michael Wilke in der gemeinsamen Sitzung des Ortsbeirats mit den Repräsentanten der Vereine, die in dieser Woche im Hotel „Central“ stattfand. „Die Willinger möchten auf ihren Ort schauen.“ Ein schätzungsweise 2000 Quadratmeter großes gemeindeeigenes Gelände am Köppelken ist aus Sicht des Ortsbeirats der ideale Standort für eine Grillhütte, die zugleich als Wanderziel und Wetterschutz dienen könnte. Der Platz biete einen guten Blick auf Willingen, es komme zu keiner Lärmbelästigung und er sein gut zu erreichen. Dem Ortsvorsteher schwebt eine ähnliche Anlage wie im Schwalefelder Aartal vor: Eine einfache Hütte mit gemauertem Grill, Tischen, Bänken und einer Lagerfeuerstelle. „Was in den anderen Ortsteilen möglich ist, sollte in der Kerngemeinde auch möglich sein“, betonte Wilke. Er wies allerdings darauf hin, dass das Projekt naturschutzrechtlich noch nicht abgesegnet sei und erhebliche Eigenleistungen beim Bau erbracht werden müssten. Im Rahmen der regen Diskussion wurden zahlreiche Fragen angesprochen. Brauchen die Willinger für Familien- und Vereinsfeiern tatsächlich eine derartige Hütte? Wenn ja: Welche Standards sollte sie erfüllen? Müsste zum Beispiel auch eine Toilette errichtet werden? Wer kümmert sich später um die Unterhaltung, mäht den Rasen, sorgt für Reparaturen? Wo sollen Autos parken? Auch wurden etliche Bedenken gegen den Standort geäußert: Die Topographie sei für eine größere Anlage nicht geeignet. Grillfeten könnten dort oben am Berg leicht außer Kontrolle geraten. Der Platz sei ausgesprochen zugig. Ferner wurden grundsätzliche Zweifel an der Notwendigkeit laut. Einige Anwesende wiesen darauf hin, dass die meisten Vereine selbst über Räumlichkeiten für Feten verfügen. Die Mitglieder seien zwar eventuell bereit, beim Bau der Hütte zu helfen, doch sei eine finanzielle Beteiligung der Vereine eher unwahrscheinlich. Für private Feiern werde gern auch die Schwalefelder Grillstation genutzt. Für Ortsvorsteher Michael
Wilke war die zurückhaltende
bis ablehnende Reaktion der meisten Vereinsvertreter überraschend. „Das Köppelken ist als Standort offensichtlich gestorben“, so sein Fazit. Auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Trachte soll nun zunächst einmal der tatsächliche Bedarf ermittelt werden. Auch sollen weitere eventuelle Standorte, die in der Aussprache vorgeschlagen wurden, geprüft werden (zum Beispiel ehemalige Lifthütte am Ettelsberg und Gelände in der Nähe des Cafés „Aufwind“ zwischen Mühlengraben und Itterbach).Im Rahmen der gemeinsamen Sitzung erfolgte außerdem die Terminabsprache für 2014. Höhepunkte im Jahresprogramm sind der erste deutsche Winterwandertag vom 19. bis 23. Januar; das Weltcup-Skispringen vom 31. Januar bis 2. Februar; das Tulpenfest am 26. und 27. April; das Bike-Festival vom 13. bis 15. Juni; das Schützenfest vom 5. bis 7. Juli; der Kneipp-Kräutermarkt am 27. Juli; die Spiele ohne Grenzen am 2. August; das Brückenfest am 9. August; „Viva Willingen“ am 23. August; die Alphornmesse am 31. August; das Ettelsberg-Turnfest am 14. September.

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