Kolpingkarneval: Kurzweiliges Programm mit Büttenreden, Sketchen und Tanzrunden

Ein donnerndes Korbach Helau

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Korbach (md) - Viel Humor, gute Ideen, Lust am Feiern und ein Gläschen Wein: Mit dieser Mischung gelingt es der Kolpingsfamilie jedes Jahr aufs Neue, die große Karnevalssitzung für die katholische Kirchengemeinde St. Marien nach allen Regeln der Kunst zu gestalten.

Und die Gäste kosten jede Minute aus. Ein fast vierstündiges Programm mit Büttenreden, Sketchen und Tanzrunden hatten die Karnevalisten zusammengestellt: Das Motto hieß „Ob Fasching oder Karneval – närrisch sind wir allemal“ und die Stimmung war prächtig.

Traditionell hatten Gäste aus Nieder-Schleidern im Publikum ebenso Platz genommen wie Klaus und Doris Friedrich und Heinz Merl mit seiner Gattin neben Hausherr Domkapitular Gisbert Wisse und Vikar Uwe Kolkmann. Nach der Eröffnung durch Horst Liebsch, Karl-Franz Niemann und Josef Korbl wagte sich die „Doofe Nuss“ wieder als Erster in die Bütt: Herbert Schattel verriet als Geheimnis einer glücklichen Ehe: Der Satz „Du hast recht, Liebling“ würde weit führen. Gisbert Wisse redete am Telefon als Kirchenmanager mit dem „Herrn Erzbischof“, sprach über die Erschaffung des Mannes und nahm mit wachem Blick Gemeindeglieder und andere Korbacher aufs Korn: So habe eine Ärztin einem beleibten Gemeindeschäfchen zum Abnehmen leichte Gymnastik verschrieben: „Kopf schütteln, wenn man Ihnen etwas zu Essen anbietet“.

Als „Zertifizierer“ Antonius aus Suttrup war Heinz Merl der festen Ansicht, das Bestattungsgewerbe schreie geradezu nach DIN-Normen und war auch TÜV-geprüftem Weihwasser nicht abgeneigt. Karl-Frank Niemann stieg als gewiefter Finanzbeamter in die Bütt, befand, der Bundesadler sei durch den Rettungsschirm zum Pleitegeier degradiert und konstatierte als „Meisterdieb vom Staatskonzern“ mit spitzer Zunge: „Geld kassieren ohne Faxen, das geht am besten öffentlich.“ Ganz in seinem Element als „rheinischer Jong“ war der gebürtige Rheinländer Manfred Rummel: Sein Auftritt gehörte zu den Höhepunkten des Abends und bewies dem neuen Vikar, „auch in der Diaspora kann gefeiert werden“.

Mehr lesen Sie in der Zeitungsausgabe der Waldeckischen Landeszeitung am Montag, 13. Februar, 2012.

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