Mit Atemübungen in die neue Saison 

„Die Drei von der Tankstelle“ in Korbach: Probenbeginn bei der Freilichtbühne

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Luftholen – auf die richtige Menge kommt es an: Günther Treptow (Mitte) trainiert die Akteure mit ganzem Körpereinsatz.   

Korbach. Sprache, Stimme und Atmung wurden am vergangenen Wochenende geprobt. Dazu ist Günther Treptow aus Wien angereist und motiviert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit vollem Engagement.

Ungewohnte Laute tönen aus dem Probenraum nach draußen. Es ist aber alles in Ordnung, den Leuten hinter der Türe geht es gut. Die Freilichtbühne probt nämlich gerade für die neue Saison. Wie jedes Jahr im Spätherbst ist aber zunächst einmal allgemeines Training angesagt.

Nach dem Aufwärmen ist Atmen dran: Nicht zu viel Luft holen und nicht zu wenig, trainiert durch Summen von langen Tönen. Dann gibt es verschiedene Aufgaben und Herausforderungen in unterschiedlichen emotionalen Situationen. Treptow ist mit ganzem Körpereinsatz dabei, er gestikuliert, dreht sich, bewegt sich und ist überall gleichzeitig. Die Anwesenden ziehen brav ihre Kreise durch den Raum. „Wir wären nicht da, wo wir heute sind, wenn uns der Wiener nicht schon seit Jahren kompetent trainieren würde“, sagt die Vorsitzende Sabine Lessing. Es komme darauf an, auf der Bühne gut verständlich zu artikulieren, damit das Publikum die Texte gut verstehe. Bei falscher Atmung würden die Stimmbänder leiden und man werde schneller heiser. Auch Improvisationen stehen auf dem Programm für den Fall der Fälle.

Die Rollen für die Stücke der kommenden Saison sind bereits verteilt. Erste Leseproben sind durch, sodass jeder weiß, um was es im gesamten Stück geht. Zukünftig wird einmal pro Woche geprobt, das Familienstück zunächst in kleineren Gruppen. Dann folgen Spielerwochenenden in unregelmäßiger Folge, und Kostüme und Bühnenbild müssen zusammengestellt werden. Treptow ist jedes Mal dabei, um den Feinschliff zu übernehmen. Gespielt wird als Abendstück „Die Drei von der Tankstelle“, nach dem gleichnamigen Film von 1930 mit Heinz Rühmann. „Ein Freund, ein guter Freund…“ ist die bekannteste Melodie aus dem Film, die noch viele kennen. Das Familienstück heißt „Seeräuber-Moses“ und bringt jede Menge Action auf Piratenschiffen und drum herum. „Wir wollen alles so gut wie möglich machen“, sagt Sabine Lessing, die auch wieder Regie führt „aber der Spaß steht im Vordergrund“. (os)

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